GayStories 1: Neustarten

Tom lebt ein durchschnittliches und angepasstes Leben in einem kleinen Dorf. Er hat einen Job auf dem Amt, eine Freundin, und oberflächlich scheint alles in Butter zu sein. Doch ist dies wirklich das Leben, das Tom sich ersehnt?
Insgeheim wünscht er sich einen anderen Beruf, möchte studieren in der Großstadt und der Enge des Dorfs entfliehen. Und ob Jungs ihn eigentlich nicht viel mehr interessieren als Mädchen, befürchtet er ebenfalls, seit einem Erlebnis mit seinem ehemals besten Freund Joschi im Fahrradkeller vor zwei Jahren, an dem aus einem Missverständnis die Freundschaft jedoch auseinanderbrach.
Als sich die Schlinge um seinen Hals zuzieht und er von seiner Freundin Pia unter Druck gesetzt wird, einen Kredit für ein gemeinsames Haus aufzunehmen, befreit er sich schließlich von allem. Er zieht in eine WG in der Großstadt, findet in seinen Mitbewohnern eine neue Wahlfamilie und beginnt sein Studium.
Im Studium lernt er Phil kennen, mit dem er auf einer Wellenlänge zu sein scheint, und auch mit seinem ehemals besten Freund Joschi kommt er ebenfalls wieder in Kontakt, der in der Stadt offen schwul lebt, und er dabei erkennt, dass der Kontaktabbruch ein gegenseitiges Missverständnis war.
Mit Finn, der ihm die WG vermittelt hatte, kommt es zu einer schönen intimen Nacht, doch beim zweiten Date lernt er auch eine andere Seite von ihm kennen. Er begibt sich auch in die Schwulenszene und macht dort erste Erfahrungen. Doch Tom merkt auch hier, dass man einige Frösche küssen muss, bis man seinen Prinzen findet.
Schließlich kommen sich Tom und Joschi nicht nur als beste Freunde wieder näher, sondern auch sexuell.
Ein Besuch im Dorf bei den Eltern entpuppt sich für Tom und Joschi als Spießrutenlauf. Leider müssen die beiden erfahren, dass nicht jeder mit ihrer Lebensweise einverstanden ist.
Das Buch ist sehr schön geschrieben und war spannend zu lesen. Es weckt große Neugier auf die Fortsetzung, was aus Tom und Joschi noch wird, oder auch mit den anderen Figuren. In der Geschichte gibt es auch einige Sexszenen, die jedoch nicht plump oder billig wirken. Die Schilderungen des Dorf- sowie des Stadtlebens sind sehr authentisch.
Fazit: Rundum unterhaltsames Lesevergnügen mit großer Lust auf die weiteren Teile.
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