Drei Kilometer bis zum Ende der Welt
Adi ist 17 und verbringt vor dem Beginn seines Studiums einen letzten Sommer in seinem kleinen Heimatdorf im rumänischen Donaudelta. Eines Nachts wird er bei einem homophoben Angriff brutal zusammengeschlagen. Bestraft werden aber nicht die Täter, sondern er selbst: Seine Eltern nehmen Adi das Handy ab, sperren ihn ein und wollen ihm die "Sünde" mit Hilfe des Dorfpriesters austreiben. Das Gewaltverbrechen wird von der lokalen Polizei vertuscht. Regisseur Pârvu thematisiert neben der alltäglichen Homophobie auch staatliche Korruption und religiösen Fanatismus – und stellt deren zersetzende Kraft der atemberaubend schönen Natur des Donaudeltas entgegen. Beim Festival in Cannes wurde Pârvus Meisterwerk mit der Queer Palm ausgezeichnet.
Rumänien 2024, deutsche Erstausstrahlung, Regie: Emanuel Pârvu, Darsteller:innen: Ciprian Chiujdea, Bogdan Dumtrache, Laura Vasiliu
Unmittelbar vor jeder Ausstrahlung stellt rbb-Filmexperte Knut Elstermann die cineastischen Highlights vor und liefert Hintergrundinformationen zu ihrer Entstehung und Rezeption.
Im rbb Fernsehen und nach Ausstrahlung für 30 Tage in der ARD Mediathek.
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