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Mascarpone

Regisseur
Alessandro Guida,
Matteo Pilati
Jahr
2021
Genre
Dramedy
Schauspieler
Giancarlo Commare,
Gianmarco Saurino,
Lorenzo Adorni
Land
Italien
Verleih
Cinemien
Reihe
Mascarpone

Der 30-jährige Antonio geht in seiner Ehe voll auf und hat sein Leben vollständig auf seinen Mann Lorenzo ausgerichtet. Er ist nicht nur emotional, sondern als angehender Architekt auch finanziell von ihm abhängig. Doch als dieser ihm plötzlich eröffnet, dass er ihn nicht mehr liebe und seit eineinhalb Jahren eine Affäre habe, bricht für Antonio eine ganze Welt zusammen. Seine Versuche, die Beziehung zu retten, stoßen bei Lorenzo auf Ablehnung, denn dieser möchte mit seinem neuen Freund zusammenwohnen.

Antonio braucht schnell ein Zimmer und landet so bei dem hedonistischen Denis, dessen Leben das komplette Gegenteil ist: Er geht unbekümmert durchs Leben, und ein One-Night-Stand reiht sich an den nächsten. Aus der anfänglichen Zweckgemeinschaft der beiden jungen Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, entwickelt sich eine Freundschaft, in der Denis ihm nicht nur einen Job in der Bäckerei des attraktiven Luca verschafft, sondern auch Antonios Einstellung zum Thema Männer verändert.

Zwischen Antonio und seinem Chef Luca knistert es gewaltig, und so kommt es auch mehrmals zu leidenschaftlichem Sex zwischen den beiden. Antonio hat nun Blut geleckt und entdeckt eine ganz neue Welt des sexuellen Vergnügens, und Rom ist voll von attraktiven Männern, die ebenfalls bereit für ein Date sind. Während Antonio anfangs hoffte, dadurch wieder einen festen Partner zu finden, beginnt er unter der Anleitung von Denis und Luca nach und nach diese Freiheit und Unabhängigkeit zu genießen. Auch seiner Leidenschaft des Backens geht er nach und macht eine Ausbildung als Konditor.

Als er den Fotografen Thomas kennenlernt, der ebenfalls eine längere Partnerschaft hinter sich hat, bahnt sich zwischen den beiden eine Beziehung an und Antonio genießt auch wieder die tiefere emotionale Verbundenheit mit einem Mann. Doch als er mit Thomas nach Mailand ziehen sollte, um dort den ersten Job als Architekt zu beginnen, erkennt er, dass er sich damit wieder in eine Abhängigkeit begeben würde und bleibt stattdessen in Rom.

In "Maschile singolare" (männlich singular), wie der Film im italienischen Original heißt, erlebt man, wie ein junger schwuler Mann lernt, alleine im Leben klar zu kommen und sich nicht von anderen abhängig zu machen. Man begleitet Antonio bei seinen One-Night-Stands, und während es bei manchen wirklich einfach nur um unverbindlichen Sex geht, gibt es auch Treffen mit Potential für mehr. Auch was Luca ihm letztendlich bedeutet, ist nicht klar. Er ist sein Chef, neben Denis ein guter Freund, es prickelt immer wieder zwischen ihnen, und als Antonio Thomas datet, reagiert Luca fast eifersüchtig.

Die Idylle nimmt ein jähes Ende, als Denis bei einem Unfall tödlich verunglückte und die Dreier-Freundschaft schmerzlich auseinandergerissen wird.

Der Film und die Handlung sind sehr kurzweilig. In schönen Bildern nimmt er einen mit in das pulsierende Leben in Rom. Mit Figuren, die man schnell ins Herz schließt, zeigt der Film sehr viele Facetten von Liebe und dass es nicht nur die eine große Liebe geben muss. Er zeigt die Vorteile des Single-Daseins – aber gleichsam auch die Nachteile. Als Romantiker hätte ich mir insgeheim gewünscht, dass Antonio wieder einen Partner findet, doch stattdessen endet der Film damit, dass Antonio alleine, aber nicht unglücklich, die Straße hinunterläuft und zukünftig auch Single bleiben möchte.

Ob sich daran etwas ändert, lässt der Originaltitel des zweiten Teils "Maschile plurale" (männlich plural) vermuten …

Humor
Emotion
Anspruch
Erotik

    Bewertung

    Handlung
    4.0 von 5.0
    Visuell
    5.0 von 5.0
    Schauspiel
    5.0 von 5.0
    Dialoge
    4.5 von 5.0
    Gesamt
    4.5 von 5.0

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