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DESCRIPTION:Zur Rezeption ihrer queeren Tagebuchreflexionen\n\n\n\nAm 6. Ja
 nuar 1944 vertraute die damals 14-jährige Anne Frank ihrem Tagebuch an\, w
 ie sie vor der Zeit in ihrem Amsterdamer Versteck\, also mindestens einein
 halb Jahre zuvor\, ihrer Freundin Jacqueline vergeblich das gegenseitige B
 efühlen vorgeschlagen hatte und wie sie immer „in Ekstase“ gerate\, wenn s
 ie „eine nackte Frauengestalt sehe“.\n\nDiese queere Passage wurde in der 
 niederländischen Erstausgabe des Tagebuches von 1947 aus Rücksicht auf „pu
 ritanische oder katholische Empfindlichkeiten“ weggelassen und erst in der
  englischen Ausgabe von 1952 veröffentlicht. Ihretwegen lassen seit ein pa
 ar Jahren rechte Aktivist*innen in den USA eine Comicadaption des Tagebuch
 es\, wegen deren Verwendung im Unterricht sogar eine Lehrerin entlassen wu
 rde\, aus Schulbibliotheken entfernen.\n\nDer Vortrag verfolgt die wechsel
 volle Rezeptionsgeschichte und stellt die Frage\, wie wir als Multiplikato
 r*innen das Wissen um Anne Franks Queerness\, welche die Historikerin und 
 Pionierin queerer Holocaustgeschichte Anna Hájková als „zentral“ für das V
 erständnis Anne Franks erachtet\, in die Gesellschaft tragen und so Anne F
 rank als mögliches Rollenvorbild für queere Jugendliche bekannt machen kön
 nen.\n\nDer Referent Thomas Tews ist Kulturwissenschaftler und freiberufli
 cher Bildungsakteur sowie Mitglied der UAG Queere Erinnerungsarbeit des AK
  LSBTIQ+ der Stadt Stuttgart und Fördermitglied im queeren Jugendnetzwerk 
 Lambda e.V.
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X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Zur Rezeption ihrer queeren Tagebuchreflexi
 onen<br></p><br><p>Am 6. Januar 1944 vertraute die damals 14-jährige Anne 
 Frank ihrem Tagebuch an\, wie sie vor der Zeit in ihrem Amsterdamer Verste
 ck\, also mindestens eineinhalb Jahre zuvor\, ihrer Freundin Jacqueline ve
 rgeblich das gegenseitige Befühlen vorgeschlagen hatte und wie sie immer „
 in Ekstase“ gerate\, wenn sie „eine nackte Frauengestalt sehe“.</p> <p>Die
 se queere Passage wurde in der niederländischen Erstausgabe des Tagebuches
  von 1947 aus Rücksicht auf „puritanische oder katholische Empfindlichkeit
 en“ weggelassen und erst in der englischen Ausgabe von 1952 veröffentlicht
 . Ihretwegen lassen seit ein paar Jahren rechte Aktivist*innen in den USA 
 eine Comicadaption des Tagebuches\, wegen deren Verwendung im Unterricht s
 ogar eine Lehrerin entlassen wurde\, aus Schulbibliotheken entfernen.</p><
 p>Der Vortrag verfolgt die wechselvolle Rezeptionsgeschichte und stellt di
 e Frage\, wie wir als Multiplikator*innen das Wissen um Anne Franks Queern
 ess\, welche die Historikerin und Pionierin queerer Holocaustgeschichte An
 na Hájková als „zentral“ für das Verständnis Anne Franks erachtet\, in die
  Gesellschaft tragen und so Anne Frank als mögliches Rollenvorbild für que
 ere Jugendliche bekannt machen können.</p><p>Der Referent Thomas Tews ist 
 Kulturwissenschaftler und freiberuflicher Bildungsakteur sowie Mitglied de
 r UAG Queere Erinnerungsarbeit des AK LSBTIQ+ der Stadt Stuttgart und Förd
 ermitglied im queeren Jugendnetzwerk Lambda e.V.</p>
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