Ergänzungen: Die Feier im Tanzbrunnen war ein gelungener Schluss der lustvollen Spiele, die uns mit vielen sportlichen und kulturellen Höhepunkten eine Woche lang begleitet und begeistert haben. Selbstverständlich gab es wieder einen Einmarsch oder doch eher Ausmarsch der Nationen - die Schilder mit den Namen der teilnehmenden Länder getragen von einigen der Volunteers. Es gab weiteren Feuerzauber, neue akrobatische Sensationen der Cheerleader, die darüber hinaus noch Spenden für die Kölner Aidshilfe sammelten, ein musikalisches Programm und einige, mitunter viel zu lange Reden. Und natürlich wurde auch das Gay Games Feuer gelöscht und der Staffelstab an Cleveland übergeben. Das Wichtigste waren aber wieder die Menschen - die Athleten, freiwilligen Helfer, Organisatoren und sonst wie Beteiligten, die sich und die Gay Games einfach noch einmal feiern und auskosten wollten. Ich tat es ihnen gleich und freute mich zu sehen, wie Mitglieder des französischen Teams zur Musik spontan eine Tanzchoreographie vor die Bühne zauberten, die Flashmob-artig einige Kreise zog. Einfach nur sexy.
Löschungen: Die Feier im Tanzbrunnen war ein gelungener Schluss der lustvollen Spiele, die uns mit vielen sportlichen und kulturellen Höhepunkten eine Woche lang begleitet und begeistert haben. Selbstverständlich gab es wieder einen Einmarsch oder doch eher Ausmarsch der Nationen - die Schilder mit den Namen der teilnehmenden Länder getragen von einigen der Volunteers. Es gab weiteren Feuerzauber, neue akrobatische Sensationen der Cheerleader, die darüber hinaus noch Spenden für die Kölner Aidshilfe sammelten, ein musikalisches Programm und einige, mitunter viel zu lange Reden. Und natürlich wurde auch das Gay Games Feuer gelöscht und der Staffelstab an Cleveland übergeben. Das Wichtigste waren aber wieder die Menschen - die Athleten, freiwilligen Helfer, Organisatoren und sonst wie Beteiligten, die sich und die Gay Games einfach noch einmal feiern und auskosten wollten. Ich tat es ihnen gleich und freute mich zu sehen, wie Mitglieder des französischen Teams zur Musik spontan eine Tanzchoreographie vor die Bühne zauberten, die Flashmob-artig einige Kreise zog. Einfach nur sexy.
Lust auf `nen flotten Dreier? Okay, los geht's. Vom Cheerleading-Wettbewerb in einem der Villages war ja schon einmal kurz die Rede.
Ich war zum Finale da, das leider wettertechnisch unter keinem guten Stern stand: es regnete in Strömen. Petrus Weinkrampf über das nahende Ende der Gay Games bescherte mir allerdings das Vergnügen, Holger aus Hamburg kennen zu lernen, der sich im nächsten Bericht genauer vorstellen wird.
So stand ich mit Holger auf einer Bierbank unter meinem kleinen, schwarzen Schirm und schaute auf die akrobatischen Einlagen der Cheerleader, die aufgrund des Wolkenbruchs auf der Bühne und nicht auf dem eigens frei geräumten Platz davor stattfinden mussten. Was an der Güte der Darbietungen aber nichts änderte. Da wurde nicht nur in extensio gepuschelt und geglitzert, sondern es wurden Menschentürme gebaut und einzelne Mitglieder als lebende Saltos mit doppelter Schraube in die Luft katapultiert.
Cheer San Francisco
Cheerleading besteht aus den Sub-Disziplinen „Show“ und „Stunt“, die getrennt bewertet werden, und während bei ersterer die schönsten Tanzchoreographien auf die Bühne gezaubert wurden, gab es beim „Stunt“ Wurfformationen aus dem Höllenschlund einer Achterbahn. Zwar zählte Cheerleading nicht zum offiziellen Sportprogramm der Kölner Spiele, sondern zum Kulturteil, doch die Medaillen, die hier zum ersten Mal seit Beginn der Gay Games vergeben wurden, waren absolut verdient. Nach dem Event hatte ich die Gelegenheit mit einer der menschlichen Kanonenkugeln aus dem Team von „Cheer San Francisco“ zu sprechen. Cheer San Francisco
Bei den Gay Games wurde aber noch mehr getanzt und gesprungen, z. B. beim Eiskunstlauf. Ich war beim Schaulaufen dabei, und wenn ich an die Zittertemperaturen in der Halle zurückdenke, weiß ich genau, woher die leichte Erkältung stammt, die mich jetzt plagt. Ich habe versucht, mich warm zu reden, bin in der Pause dann aber doch geflüchtet. Eiskunstlauf Reportage
Gaby und Anja tanzen
Viele angenehmer war es dagegen im Maritim bei den Tanzwettbewerben – nicht nur wegen der Temperaturen, sondern natürlich auch wegen des gediegenen Hotel-Flairs. Ich traf ein, als Herrenpärchen in dunkelgrünen Fracks und mit Westen im spiegelverkehrten Partnerlook über das Parkett schwoften. Alles sehr elegant und fein - Standardtänze waren halt angesagt. Auch für die auf die Gentlemen folgenden Ladies galt das gleiche Programm. Nach Tango, Walzer, Foxtrott und Co habe ich mich mit einem Damenpärchen aus Berlin, von der sich die eine im Gespräch doch als Kölnerin entpuppte, übers Tanzen und die Gay Games unterhalten. Tanzen
Das war's für heute. Ich mache mir jetzt einen Tee.
Bleibt gesund!
* Für Nicht-Kölner: Hüpfen, springen, tanzen:o)
VIII. Ein Hoch auf die Quotenhete
Holger, Handball
Die Gay Games sind eigentlich eine Mogelpackung. Zumindest was den Namen betrifft, denn nicht nur, dass die lieben Lesben unterschlagen werden, die sich mit Freude in die Spiele gestürzt haben, nein, eine bedrohte Randgruppe fehlt auch: die Heten. Denn bei den Gay Games kann jeder mitmachen – bei uns herrscht absolute Akzeptanz, selbst Unsportliche und die putzigen Brutstätten für schwul-lesbischen Nachwuchs aus dem Heteroland sind willkommen. Denn sie können wahrlich eine Bereicherung für die Spiele sein. So wie (Achtung Alliteration!) Holger, Hamburger Handball-Heti, der mir schon das Cheerleading versüßte. Mit ihm habe ich mich (ein wenig) über das Handballspiel um Platz 3 und (deutlich mehr) ihn selbst unterhalten. Holger, Handball
Besnik, Fußball
Tja, dieses Ausmaß an Dramatik und Spannung rund um den Handball-Bronze-Kick brachte meinen Zeitplan so sehr durcheinander, dass ich ein anderes Spiel um Platz 3, das im Fußball, verpasste. Als ich endlich den Rasen vor dem RheinEnergieStadion erreichte, humpelten nur noch ein paar Rekonvaleszenten über das verdörrte Gelb-Grün. Einer von ihnen war Besnik, eigentlich Spieler des Kölner Cream Team 2, aber ein Stolperer beim Training kurz vor den Gay Games hatte seine Teilnahme am Ballsport der gepflegten Manndeckung zunichte gemacht. Aber die hätte ihn wahrscheinlich eh nur am Rande interessiert, denn auch er entpuppte sich als waschechte Hete. Besnik, Fußball
Ich hatte ein Doppelpack geschossen und mich der raren, scheuen und geschickt getarnten Spezies Hetero gleich zweimal genähert. Doch niemand gratulierte mir zu dieser sportlichen Höchstleistung. Gut, dass es direkt danach zum PINK FLAMINGO ging (erzähle ich euch in Kürze von). Da wusste ich dann wieder, woher die Spiele ihren Namen haben.
Stay gay
PS: Das Endspiel im Fuppes gewann doch nicht der United FC, sondern die Stonewall Lions mit 2:1. So viel zum Fußballsachverstand eines Hetis. ;-)
IX. SCHWULST deckt auf: Grabscher beim Wasserball
Nick und John
Schwimmen an sich ist ja eine schöne Sportart. Für eine aufregende Berichterstattung bei den Gay Games aber nur bedingt geeignet. Zig Durchgänge, z.B. über 50m Freistil, in allen möglichen Altersklassen – da fällt der Spannungsbogen doch schnell ins Bodenlose, solange kein Michael Phelps oder Paul Biedermann mitschwimmt. Um euch trotzdem etwas über die Schwimmwettbewerbe zu berichten, habe ich ein Doppelinterview geführt – mit Nick aus Irland, mit 18 der jüngste Teilnehmer, und John aus New York, mit 81 der älteste. Lauschet dem Flirt der Generationen. John and Nick, Swimming
Ash Martin, Wasserball
Eine Frage, die ich schon in einem früheren Bericht angesprochen habe, hat mich nicht losgelassen: was passiert beim Wasserball wohl alles unter der Wasseroberfläche? Gut, dass ich beim Spiel um Platz 3 (West Hollywood vs. Amsterdam 4:3) vor Ort war und einen der US-Boys vors Mikro bekam, um ihm die letzten Geheimnisse seines Sports zu entlocken. Ash Martin, Wasserball
Alles Mögliche geht also ab, grabbeln, schlagen, halten…hat jemand von euch Lust auf diesen kontaktintensiven Sport bekommen? Dann ab ins Wasser. :o)
Paul Mart
Schließen möchte ich meine Kolumnen über die sportlichen Aktivitäten bei den Gay Games mit ein paar Worten von Paul Mart. Ihr erinnert euch? Paul gewann Bronze in der höchsten Altersklasse beim Body Building. Nun ist die Zeit gekommen, Abbitte zu leisten bei Hella von Sinnen und centerTV, denn Paul ist nicht wie von mir behauptet 82 oder 83 Jahre alt, sondern 21. Nein, auch das ist wieder geschwindelt, weil ich es ihm versprochen habe – in Wahrheit ist Paul wie von Hella gesagt 93. Und der Mitbegründer der Gay Games ist absolut fit und kaum zu bremsen. Hört es selbst. Paul Mart
Das war`s vom Sport. Das nächste Mal gibt`s Show.
Euer Ralf
X. Schräge Vögel
Besondere Tradition und stets ein großes Vergnügen bei den Gay Games ist der Pink-Flamingo-Event, der Tanz, Musik, bunte Kostüme und wilde Performances am und im Wasser verbindet. Der pinke Abend der VIII. Spiele stand unter dem Motto "Karneval in Kölle". Leider traten nur 4 Teams aus New York, Paris, San Francisco und London an (Wo waren die Deutschen??!!), doch was die Frauen und Männer am Beckenrand und im kühlen Nass zelebrierten, war schon große Show, gewürzt mit Witz und Ideenreichrum. Wer mehr wissen will, muss hören. Pink Flamingo
Rosarote Zeiten
Euer Ralf
XI. Niemals geht man so ganz
Nun heißt es doch Abschied nehmen – ich beende meine Reportagen über die VIII. Gay Games in Köln mit ein paar Worten über die Abschlussveranstaltung. Der letzte Akt fand im Tanzbrunnen statt – einer Location auf der falschen Rheinseite, der „Schäl Sick“, wie der Kölner sagt. Doch wenn sich viele Nationen zum finalen, bunten Stelldichein treffen und mehr als 5.000 Kehlen in allen sprachlichen Verfärbungen und mit Tränen in den Augen „Viva Colonia“ singen, dann versöhnt sich der echte Kölner auch mit der ungeliebten, „schielenden“ Rheinseite. Zumindest für einen Abend lang.
Die Feier im Tanzbrunnen war ein gelungener Schluss der lustvollen Spiele, die uns mit vielen sportlichen und kulturellen Höhepunkten eine Woche lang begleitet und begeistert haben. Selbstverständlich gab es wieder einen Einmarsch oder doch eher Ausmarsch der Nationen - die Schilder mit den Namen der teilnehmenden Länder getragen von einigen der Volunteers. Es gab weiteren Feuerzauber, neue akrobatische Sensationen der Cheerleader, die darüber hinaus noch Spenden für die Kölner Aidshilfe sammelten, ein musikalisches Programm und einige, mitunter viel zu lange Reden. Und natürlich wurde auch das Gay Games Feuer gelöscht und der Staffelstab an Cleveland übergeben. Das Wichtigste waren aber wieder die Menschen - die Athleten, freiwilligen Helfer, Organisatoren und sonst wie Beteiligten, die sich und die Gay Games einfach noch einmal feiern und auskosten wollten. Ich tat es ihnen gleich und freute mich zu sehen, wie Mitglieder des französischen Teams zur Musik spontan eine Tanzchoreographie vor die Bühne zauberten, die Flashmob-artig einige Kreise zog. Einfach nur sexy.
Sicherlich war nicht alles Gold in Köln. So gab es gewisse Startschwierigkeiten bei der Organisation mancher Wettbewerbe, die Informationen für Journalisten waren an den ersten Tagen unterdosiert, die Basketballer hatten ein wenig Pech mit den diversen, quer über das Stadtgebiet verstreuten Hallen, in denen sie spielen mussten und der Plastikboden war auch nicht von der Qualität, die ein Parkett-verwöhnter US-Spieler gewohnt ist, aber wenn man von solchen, für ein Event von alleine knapp 10.000 Teilnehmern wohl unvermeidlichen Kinderkrankheiten absieht, waren die Kölner Spiele ein großer Erfolg. Ein „Gay Games Spirit“ erfüllte die Stadt, und nicht nur ich habe ihn genossen. Nehmt noch einmal daran teil – hier sind die letzten Impressionen. Finale
Aus, aus, die Spiele sind aus! Die Gay Games 2010 sind leider vorbei. Gestern Abend war die Abschlussveranstaltung. Ich könnte jetzt meinen Bericht darüber schreiben und der Keks wäre gegessen, aber ich habe noch keine Lust dazu. Auf meinem Rekorder sind noch ein paar nette O-Töne von Athletinnen und Athleten, die Sportarten betreiben, über die ich bisher noch nicht geschrieben habe. Von daher geht es nun in die Verlängerung. Der Abschied kommt noch früh genug.
Cool Runnings
Kennt ihr Softball? Es hat nichts mit diesen kleinen, gelben Schaumstoffbällen zu tun, die zusammen mit Plastiktennisschlägern vor einiger Zeit einmal sehr populär waren, sondern ist eine Variante von Baseball. Die wichtigsten Unterschiede sind wohl, dass der Ball größer, das Feld kleiner und die Wurfart des Balles eine andere ist. Ich wollte mehr über Softball wissen und habe die Gay Games Wettbewerbe besucht. Dort traf ich auf ein deutsches Damenteam (COOL RUNNINGS mit ihrem Schlachtruf „RUN FOR FUN“), das zwar alle Spiele, aber nicht seine gute Laune verloren hatte. Die Ladies waren auch so nett, mir mehr über ihr Spiel zu verraten.
Feldhockey
Nun war ich schon mal draußen, hatte grünen Rasen betreten und wollte mehr davon. Also, auf zum Feldhockey. Doch welche Überraschung, echter Rasen war aus, gespielt wurde auf Kunstrasen. Erneut waren gerade Damen im Einsatz, und ich hatte das große Glück auf eine ehemalige Profi-Feldhockeyspielerin und aktuelle Kraft beim Deutschen Hockeybund zu treffen, die meine Ahnungslosigkeit über das Treiben auf dem Feld in Erkenntnis und Wissen verwandelte.
Während der Synchronschwimmwettbewerbe, die mit viel Edelmetall für die Equipe aus Paris endeten, habe ich mich noch mit Christian, mit Gold im Einzelwettbewerb ausgezeichneter Teilnehmer aus Paris, und dem ebenfalls mit Gold geehrten Libido-Trio aus Frankfurt über SYNCHRO & Co unterhalten.
Christian, France
Christian hat mir noch erzählt, dass das Internationale Olympische Komitee Synchronschwimmen am liebsten von den Spielen ausschließen möchte. Fadenscheinige Gründe wie ein angeblich mangelndes Zuschauerinteresse werden angeführt. Wahrscheinlicher ist, wie Christian meint, dass man auf jeden Fall verhindern will, dass Synchronschwimmen auch für Männer geöffnet wird. Schmeißt man SYNCHRO ganz raus, wäre das Problem elegant gelöst. Was die Attraktivität der Sportart für den Zuschauer anbelangt, kann ich für die Gay Games feststellen, dass die Schwimmhalle bei den Wettkämpfen brechend voll und die Stimmung auf den Rängen bombig war. Ich drücke daher beide Daumen, dass Synchronschwimmen olympisch bleibt und wir bald auch Männer im Becken sehen.
Löschungen:
Feldhockey
Aus, aus, die Spiele sind aus! Die Gay Games 2010 sind leider vorbei. Gestern Abend war die Abschlussveranstaltung. Ich könnte jetzt meinen Bericht darüber schreiben und der Keks wäre gegessen, aber ich habe noch keine Lust dazu. Auf meinem Rekorder sind noch ein paar nette O-Töne von Athletinnen und Athleten, die Sportarten betreiben, über die ich bisher noch nicht geschrieben habe. Von daher geht es nun in die Verlängerung. Der Abschied kommt noch früh genug.
Cool Runnings
Kennt ihr Softball? Es hat nichts mit diesen kleinen, gelben Schaumstoffbällen zu tun, die zusammen mit Plastiktennisschlägern vor einiger Zeit einmal sehr populär waren, sondern ist eine Variante von Baseball. Die wichtigsten Unterschiede sind wohl, dass der Ball größer, das Feld kleiner und die Wurfart des Balles eine andere ist. Ich wollte mehr über Softball wissen und habe die Gay Games Wettbewerbe besucht. Dort traf ich auf ein deutsches Damenteam (COOL RUNNINGS mit ihrem Schlachtruf „RUN FOR FUN“), das zwar alle Spiele, aber nicht seine gute Laune verloren hatte. Die Ladies waren auch so nett, mir mehr über ihr Spiel zu verraten.
Feldhockey
Nun war ich schon mal draußen, hatte grünen Rasen betreten und wollte mehr davon. Also, auf zum Feldhockey. Doch welche Überraschung, echter Rasen war aus, gespielt wurde auf Kunstrasen. Erneut waren gerade Damen im Einsatz, und ich hatte das große Glück auf eine ehemalige Profi-Feldhockeyspielerin und aktuelle Kraft beim Deutschen Hockeybund zu treffen, die meine Ahnungslosigkeit über das Treiben auf dem Feld in Erkenntnis und Wissen verwandelte.
Christian, France
Während der Synchronschwimmwettbewerbe, die mit viel Edelmetall für die Equipe aus Paris endeten, habe ich mich noch mit Christian, mit Gold im Einzelwettbewerb ausgezeichneter Teilnehmer aus Paris, und dem ebenfalls mit Gold geehrten Libido-Trio aus Frankfurt über SYNCHRO & Co unterhalten.
Christian hat mir noch erzählt, dass das Internationale Olympische Komitee Synchronschwimmen am liebsten von den Spielen ausschließen möchte. Fadenscheinige Gründe wie ein angeblich mangelndes Zuschauerinteresse werden angeführt. Wahrscheinlicher ist, wie Christian meint, dass man auf jeden Fall verhindern will, dass Synchronschwimmen auch für Männer geöffnet wird. Schmeißt man SYNCHRO ganz raus, wäre das Problem elegant gelöst. Was die Attraktivität der Sportart für den Zuschauer anbelangt, kann ich für die Gay Games feststellen, dass die Schwimmhalle bei den Wettkämpfen brechend voll und die Stimmung auf den Rängen bombig war. Ich drücke daher beide Daumen, dass Synchronschwimmen olympisch bleibt und wir bald auch Männer im Becken sehen.
Aus, aus, die Spiele sind aus! Die Gay Games 2010 sind leider vorbei. Gestern Abend war die Abschlussveranstaltung. Ich könnte jetzt meinen Bericht darüber schreiben und der Keks wäre gegessen, aber ich habe noch keine Lust dazu. Auf meinem Rekorder sind noch ein paar nette O-Töne von Athletinnen und Athleten, die Sportarten betreiben, über die ich bisher noch nicht geschrieben habe. Von daher geht es nun in die Verlängerung. Der Abschied kommt noch früh genug.
Cool Runnings
Kennt ihr Softball? Es hat nichts mit diesen kleinen, gelben Schaumstoffbällen zu tun, die zusammen mit Plastiktennisschlägern vor einiger Zeit einmal sehr populär waren, sondern ist eine Variante von Baseball. Die wichtigsten Unterschiede sind wohl, dass der Ball größer, das Feld kleiner und die Wurfart des Balles eine andere ist. Ich wollte mehr über Softball wissen und habe die Gay Games Wettbewerbe besucht. Dort traf ich auf ein deutsches Damenteam (COOL RUNNINGS mit ihrem Schlachtruf „RUN FOR FUN“), das zwar alle Spiele, aber nicht seine gute Laune verloren hatte. Die Ladies waren auch so nett, mir mehr über ihr Spiel zu verraten. Cool Runnings, Softball
Feldhockey
Nun war ich schon mal draußen, hatte grünen Rasen betreten und wollte mehr davon. Also, auf zum Feldhockey. Doch welche Überraschung, echter Rasen war aus, gespielt wurde auf Kunstrasen. Erneut waren gerade Damen im Einsatz, und ich hatte das große Glück auf eine ehemalige Profi-Feldhockeyspielerin und aktuelle Kraft beim Deutschen Hockeybund zu treffen, die meine Ahnungslosigkeit über das Treiben auf dem Feld in Erkenntnis und Wissen verwandelte. Wibke, Feldhockey
Synchro France
Nach meinen Outdoor-Erfahrungen ging es zurück in eine Halle, zu einer meiner neuen Lieblingssportarten, dem Synchronschwimmen. Was die Jungs und Mädels dort im Wasser abgeliefert haben, hat mich schwer beeindruckt. Wer glaubt, da geht es um ein bisschen Wasser-Chi-Chi liegt völlig daneben. Synchronschwimmen ist richtiger Sport, bei dem man den Schweiß der Athleten nur deshalb nicht sehen kann, weil er sich direkt mit dem Wasser vermischt. Synchronschwimmen verbindet Technik mit Eleganz und Taktgefühl, denn zumindest bei den Gruppenwettbewerben geht es nicht nur darum, im Einklang mit der Musik, sondern auch mit seinen Teamkameraden zu sein. Die Gay Games sind die einzige Möglichkeit für SYNCHRO-Männer, sich auf internationaler Ebene in einem Wettkampf zu messen, da ansonsten die Regeln bewusst nur auf Frauen zugeschnitten sind. Ich habe versucht, meine Eindrücke von diesem großen Sport in mehrere, kleine Reportagen zu fassen. Hört einmal rein, was daraus geworden ist.
Synchro France
USA-Duo, Synchro
Trio Frankreich, Synchro
Libido Frankfurt, Synchro
Interview Libido, Frankfurt
Christian, France
Während der Synchronschwimmwettbewerbe, die mit viel Edelmetall für die Equipe aus Paris endeten, habe ich mich noch mit Christian, mit Gold im Einzelwettbewerb ausgezeichneter Teilnehmer aus Paris, und dem ebenfalls mit Gold geehrten Libido-Trio aus Frankfurt über SYNCHRO & Co unterhalten. Christian, Synchro
Christian hat mir noch erzählt, dass das Internationale Olympische Komitee Synchronschwimmen am liebsten von den Spielen ausschließen möchte. Fadenscheinige Gründe wie ein angeblich mangelndes Zuschauerinteresse werden angeführt. Wahrscheinlicher ist, wie Christian meint, dass man auf jeden Fall verhindern will, dass Synchronschwimmen auch für Männer geöffnet wird. Schmeißt man SYNCHRO ganz raus, wäre das Problem elegant gelöst. Was die Attraktivität der Sportart für den Zuschauer anbelangt, kann ich für die Gay Games feststellen, dass die Schwimmhalle bei den Wettkämpfen brechend voll und die Stimmung auf den Rängen bombig war. Ich drücke daher beide Daumen, dass Synchronschwimmen olympisch bleibt und wir bald auch Männer im Becken sehen.
Soviel für heute - bleibt im Takt
Euer Ralf
Die Gay Games sind ein Event, bei dem sicherlich der Mix aus so unterschiedlichen Nationen und die Freude am Wettkampf wichtige Elemente sind. Das Motto „Be part of it“ lädt alle ein teilzunehmen, egal ob sie nun Cracks in ihrer Disziplin sind oder sich einfach nur mal zeigen und beweisen wollen. Über allem steht natürlich der Sport im Mittelpunkt. Und dass die Gay Games diesbezüglich keine reine Spaßveranstaltung sind, sieht man an den Spitzenergebnissen, die von den Sportlerinnen und Sportlern abgeliefert wurden. So mancher Gay Games Rekord wurde in Köln gebrochen. Ein Beispiel von vielen für eine solch beeindruckende Leistung habe ich bei der Leichtathletik gesehen, einem Wettbewerb der ja auch bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften gerne im Mittelpunkt steht. Ich rede von den 100m der Männer, eine der Königsdisziplinen. Hört mal rein in meinen Live-Kommentar über den Lauf der jüngsten Altergruppe. 100m der Herren
Teddy
Nach dem Rennen hatte ich die Gelegenheit mit Teddy, dem Sieger der 100m zu sprechen. Teddy
Unglaublich, oder? Erst vor einem Jahr hat Teddy mit dem Lauftraining begonnen und nun läuft er mit 11,03 Sekunden in Köln seine Bestzeit. Die Gay Games holen eben das Beste aus den Athleten heraus.
Und die Besten sind gerne nach Köln gekommen, wenn sie denn konnten. In Deutschland gibt es sicherlich noch einiges zu tun, was die Gleichstellung von Schwulen und Lesben anbelangt, doch trotz der noch immer vorhandenen Betonköpfe, wie offensichtlich auch euer Ministerpräsident einer ist, sollten wir nicht vergessen, dass wir im Vergleich zu anderen Ländern schon einiges erreicht haben. Die Gay Games in Deutschland sind für viele Teilnehmer eine schöne Möglichkeit, eine Woche lang geballtes schwul-lesbisches Treiben zu erleben, wie sie es in ihren Heimatländern in dieser Offenheit und Massivität leider nicht kennen.
Soto & 12-Points Norway
So geht es zum Beispiel Soto aus Kuba, dem einzigen Teilnehmer seines Landes, der nur deshalb in Köln in diversen Leichtathletikdisziplinen an den Start gehen konnte, weil er zurzeit in Spanien studiert. Von Kuba aus hätte er keine Möglichkeit gehabt, zu den Gay Games zu kommen. Ich habe mich mit Soto nach seiner Silbermedaille im Hammerwerfen über seine Eindrücke von den Spielen unterhalten. Soto
Am Ende der Wettbewerbe hatte Soto nicht nur 7 Medaillen gesammelt, sondern sich auch noch einen 5fachen Edelmetall-Gewinner aus Norwegen (s. Foto) als Sahnehäubchen geschnappt. Für ihn haben sich die Spiele wahrlich gelohnt.
Auch die Staffelläufe waren sehr spannend. Es gab welche mit erhöhtem Fun-Factor, bei denen gemischte Gruppen mit so schönen Namen wie „Barbra Streisand Fan Club“ starteten, aber natürlich auch die streng nach Geschlechtern getrennten Läufe.
Brighton rocks!
Nach einem dieser Staffelfinale habe ich noch kurz mit vier sehr netten Ladies aus Brighton, England geplaudert, denen die Lust an den Gay Games wirklich aus allen Poren entströmte. Brighton rocks
Und dann war ich auch schon wieder in der Straßenbahn der Linie 1, auf dem Weg nach Hause, voller Eindrücke eines weiteren tollen Tages bei den Spielen, doch leider war mir seit der Eröffnung kein weiterer Sportler aus dem SCHWULST-Einzugsgebiet vor das Mikro gelaufen. Auf den Akkreditierungskärtchen steht ja immer nur das Land, wie soll man sie also erkennen? Aber in der Bahn können noch Zeichen und Wunder geschehen, denn plötzlich stieg ein junger Mann ein, auf dessen Trainingsjacke in fetten Buchstaben das Wort „STUTTGART“ prangerte. Meine Chance war gekommen, und ich nutzte sie. Abseitz (Stefan, Barbara, Ute)
Also, Stuttgart war happy und damit war ich es auch.
Be part of it!
Euer Ralf
Hallo SCHWULSTler,
es ist Donnerstag Abend, sehr spät, fast schon Freitag, und ich komme gerade erst zurück von den Gay Games. Ich bin erschöpft und müde, aber überwältigt von den Spielen – vom Sport, von den teilnehmenden Menschen und dem Gay Spirit, der wie eine wohlige, warme Liebesglocke über der ganzen Stadt liegt. Ich habe so viel Material gesammelt, dass ich euch noch über das offizielle Ende der Spiele am Samstag hinaus berichten kann. Für heute aber müssen, meinem wie im Watte gepackten Hirn geschuldet, ein paar Zeilen reichen.<br>
Ich war beim Kampfsport, auch Martial Arts genannt. Unter diesen Obergriff fallen, wie ich gelernt habe, diverse Kampfsportarten wie Ju Jutsu, Kong Fu, Taekwondo oder Karate. Ich habe von allen keinen blassen Schimmer, aber Männer auf den Rücken werfen, klingt interessant (Frauen sicherlich auch in einer für mich anderen Welt). Ich kam gerade zu einer der vielen Siegerehrungen an, bei der eine ganze Reihe von Frauen und Männern in weißen oder auch schwarzen Leibchen und Hosen mit unterschiedlich farbigen Gürteln auf die drei Plätze des Siegerpodestes gebeten wurden.
Ihre Namen konnten es nicht verbergen – auch Deutsche waren unter den Goldmedaillengewinnern, und nach der Zeremonie habe ich mir einen von ihnen geschnappt. Hört mal rein, was mein kampferprobter Mitbewohner aus Köln über seine Sportart zu erzählen hat. Bernd Bachmann, Martial Art
Hella von Sinnen
Zum krönenden Abschluss des Tages traf ich eben noch in einem der Villages die wunderbare Hella von Sinnen, die in schön angeheiterter Stimmung Lust auf einen netten Plausch hatte. Hella von Sinnen
Hört auf das, was Hella sagt: kommt nach Köln und genießt die letzten, glorreichen Momente der Gay Games 2010. Es lohnt sich.
Süße Träume
Gay Games, das heißt Sport ohne Ende – ein Wettkampf jagt den nächsten. Heute berichte ich vom Bodybuilding. Das Körperposen ist eine der wenigen Veranstaltungen der Gay Games, für die man Eintritt bezahlen muss. Das hielt die Leute jedoch nicht davon ab, in Scharen zur Sporthochschule zu kommen, um die begnadeten Köper auf der Bühne in Augenschein zu nehmen.
Und sie bekommen eine Show geboten, die reich an Höhepunkten ist: es beginnt spektakulär mit der Gruppe der über 70jährigen. Aus dem Trio sticht Paul Mart aus den USA heraus. Der ehemalige Rodeoreiter und Stuntman ist stolze 82 Lenze jung und gönnt dem Publikum eindeutig das gewagteste Outfit unten herum. Für weitere, schmutzige Details verweise ich auf den Podcast. Bodybuilding Wettbewerb
Paul gewinnt am Ende Bronze und weiß mit seinen eleganten Posen genauso zu gefallen wie US-Boy Larry, der uns als Senior-Terminator eine ganz besonders eigenwillige Art von Bodybuilding präsentierte: I am Robot, Teil 2.
Es gab noch viele weitere leckere Momente im Programm, so zum Beispiel von Lukas Alexander aus London, der in der Gruppe der 21 – 39jährigen Gold gewann. Lukas brachte mit Abstand die größte Muskelmasse auf die Bühne, mit Venen so dick, dass man durch sie locker das gesamte Öl vom Persischen Golf pumpen könnte und so viel Fleisch auf den Knochen, dass jeder Hardcore-Vegetarier direkt in Schockstarre verfällt.
Valerie Worrell
Damit mir aber keiner vorwirft, ich würde mich hier nur auf die Kerle konzentrieren, möchte ich mich den Rest meines Beitrags der einzigen Lady im Feld der Teilnehmer widmen: Valerie Worrell, angeblich 48 Jahre alt, was ich aber gar nicht glauben kann, geboren auf Barbados und nun in Portland/USA lebend. Valerie hatte mächtig Spaß bei ihrem Auftritt und brachte mit ihrem Strahlelächeln das Publikum zum Schmelzen. Nach dem Wettkampf habe ich mich mit ihr kurz über ihre Eindrücke von den Gay Games, Köln an sich und ihren Auftritt unterhalten. Und es war einfach bezaubernd. Valerie Worrell
Das war's für heute von mir! Haltet die Muskeln geschmeidig!
Euer Ralf
Ergänzungen: Die VIII. Gay Games in Köln sind eröffnet. Und ihr seid live dabei. Naja, irgendwie zumindest, denn ich bin euer Auge und Ohr vor Ort und versuche über die Tage ein paar Eindrücke von den großen, farbenfrohen Spielen für Schwule, Lesben und offen Heterosexuelle aus aller Herren Länder zu sammeln.
Löschungen: Die VIII. Gay Games in Köln sind eröffnet. Und ihr seid live dabei. Naja, irgendwie zumindest, denn ich bin euer Auge und Ohr vor Ort und versuche über die Tage ein paar Eindrücke von den großen, farbenfrohen Spielen für Schwule, Lesben und offen Heterosexuelle aus aller Herren Länder zu sammeln.
Hallo liebe BaWüler, liebe Freundinnen und Freunde des SCHWULST. Ein lautes, sportliches Aloha! aus Köln in den Süden.
Samstag, war Eröffnungsfeier im Kölner RheinEnergieStation, in dem sonst die Kicker des 1. FC Köln mit schöner Regelmäßigkeit die Punkte an den Gegner verschenken.
PS: Für die Starcrazies unter euch: gesichtet wurden u.a. Bettina Böttinger, Hella von Sinnen, Volker Beck, Georg Ücker und DSDS-Karteikarten-Fee Marco Schreyl.
II. Bericht von den Gay-Games
Hallo liebe SCHWULST-Leser, es gibt Neues von den Gay Games. Die Spiele sind wirklich phantastisch und als Reporter für euch dabei zu sein, macht riesig Spaß. Falls ihr die nächsten Tage frei habt oder euch schnell noch eine überzeugende Krankheit für den Chef einfällt, kommt nach Köln und seid dabei. In der Stadt herrscht eine tolle Atmosphäre, die Straßenbahnen sind voll mit Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt, dazu kommen die vielen freiwilligen Helfer(innen) und natürlich das Journalistenpack wie ich. In der Innenstadt gibt es zwei zentrale Plätze mit „Villages“, in denen sich die Teilnehmer treffen und (noch) näher kennen lernen können. Außerdem gibt es dort jeden Tag Programm auf zwei Bühnen und jede Menge Buden fürs leibliche Wohl und mit Geschenken für zu Hause. Die meisten Wettkämpfe finden im Kölner Westen statt, auf und um das Gelände der Kölner Sporthochschule.
Dort habe ich mich bislang zumeist herumgetrieben und beim Wasserball (engl. Water Polo - wird aber definitiv OHNE Pferde gespielt) einen der vielen Freiwilligen getroffen, die ehrenamtlich dafür sorgen, dass die Spiele reibungslos über die Bühne gehen. Falls euch interessiert, was er zu sagen hat, auf den Podcast klicken. Volunteer Henri
José
Wo ich schon mal beim Wasserball war, konnte ich natürlich nicht umhin, auch den Spielern selbst näher auf die Astralleiber zu rücken. Schon über der Wasseroberfläche sieht Wasserball teilweise nach einer martialischen Sportart aus, was darunter so alles abgeht, möchte man wahrscheinlich gar nicht wissen (oder vielleicht doch!). Eins ist auf jeden Fall Gewiss - wenn die Jungs aus dem Wasser steigen, geht so manche Sonne auf. Ich habe Ryan von den TRIGGERFISH (Drückerfisch) aus Kanada, den ich nackt wie der Gott der Großzügigkeit ihn schuf in der Umkleide traf, und José Maria aus London/Madrid nach ihren Eindrücken von den Gay Games befragt [sorry für mein English – ich bin etwas eingerostet:o) ]. Ryan from the Triggerfish (englisch)
Jose Maria (englisch)
Man kann ohne Zweifel sagen, dass es den Teilnehmern in Köln gefällt. Die allermeisten Stimmen, die ich bislang gehört habe, waren sehr positiv. Die Organisation wird gepriesen und die Stimmung in der Stadt ebenfalls. Also, auch von meiner Seite aus ein dickes Lob an das ganze Gay Games Team.
Adolf Klöver
Im Becken neben den Wasserballern gab es eine weitere Aufsehen erregende Sportart, das Turmspringen. Ältester Teilnehmer war in der Gruppe 80plus Adolf Klöver, bekennender Heterosexueller aus der Nähe von Köln. Adolf Klöver ist schon Welt-, Europa- und deutscher Meister im Turmspringen und natürlich hat er sich auch bei den Gay Games sowohl von 1-Meter- als auch von 3-Meter-Brett Gold gesichert – wobei er leider der einzige Teilnehmer in seiner Altersklasse war. Dies soll seine grandiose Leistung allerdings keinesfalls schmälern! Was Adolf Klöver, der gerade von der WM in Göteborg kommt, zu seiner Titelsammlung, seinem Trainingspensum und den Gay Games zu sagen hat, habe ich für euch aufgezeichnet. Adolf Klöver
So, das war`s für heute von mir. Zum Schluss noch ein Grußwort von Ryan, dem Drückerfisch, der sich vor euch outet – als langjähriger SCHWULST-Fan. Ryan, final words (englisch)
Alles Liebe
Euer Ralf
Löschungen:
Und ab für die Spiele!
Hallo liebe BaWüler∞, liebe Freundinnen und Freunde des SCHWULST. Ein lautes, sportliches Aloha! aus Köln in den Süden.
Samstag, war Eröffnungsfeier im Kölner RheinEnergieStation, in dem sonst die Kicker des 1. FC Köln mit schöner Regelmäßigkeit die Punkte an den Gegner verschenken.
PS: Für die Starcrazies unter euch: gesichtet wurden u.a. Bettina Böttinger, Hella von Sinnen, Volker Beck, Georg Ücker und DSDS-Karteikarten-Fee Marco Schreyl.
Hallo liebe BaWüler∞, liebe Freundinnen und Freunde des SCHWULST. Ein lautes, sportliches Aloha! aus Köln in den Süden.
Die VIII. Gay Games in Köln sind eröffnet. Und ihr seid live dabei. Naja, irgendwie zumindest, denn ich bin euer Auge und Ohr vor Ort und versuche über die Tage ein paar Eindrücke von den großen, farbenfrohen Spielen für Schwule, Lesben und offen Heterosexuelle aus aller Herren Länder zu sammeln.
Samstag, war Eröffnungsfeier im Kölner RheinEnergieStation, in dem sonst die Kicker des 1. FC Köln mit schöner Regelmäßigkeit die Punkte an den Gegner verschenken.
Kaum vor dem Stadion angekommen, erregten exaltierte Frauen und Männer in Blau meine Aufmerksamkeit: der schwul-lesbische Sportverein Abseitz aus Stuttgart war außer Rand und Band und zog mit seiner lautstarken Formationsperformance die Linsen der Fotografen auf sich. Ich ließ mir die Gelegenheit natürlich nicht nehmen und fragte André Bribet, den Präsi des Clubs, nach seinen ersten Eindrücken von den Spielen. Hört mal rein.
Interview Abseitz
Aber genug des anregenden Vorspiels – es ist schließlich Gay Games Eröffnung und die Begann nach dem Aufmarsch einer kleinen Delegation aus Cleveland, wo 2014 die nächsten Gay Games stattfinden werden, mit dem wichtigsten Teil der Feier, dem Einzug der Athleten ins Stadion.
An die 25.000 Sportler, Mitwirkende und Helfer der Games oder einfach nur Zuschauer genossen den Einmarsch der knapp 10.000 Aktiven aus 70 Ländern. Sowohl an der West- als auch an der Ostseite des Stadions zogen sie auf einer bananenförmigen Bahn durchs Stadion, um sich gebührend feiern zu lassen. Ich stand auf der Westseite, wo es los ging mit Angola, gefolgt von einer 360 Frau/Mann starken Truppe aus Australien.
Von Sydney bis Perth schwenkten sie ihre Gummikängurus und grüßten die
Menge auf den Tribünen.
Viva Colonia
Weitere Höhepunkte: die französischen Athleten in ihren Landesfarben, die Ola zelebrierend und mit einem netten, jungen Mann im gewagten Outfit zum Schluss: weißes Korsett, nicht enden wollende, rote Lederstiefel mit hohen Hacken, blaue Kopfbedeckung mit Eiffelturm obendrauf, einem Hauch von einem roten Latexhöschen und der Tricolore als Schleppe. Sexy. Oder Mexiko in grün-weiß-rot mit Sombreros auf dem Haupt, aber sonst glücklicherweise sehr wenig an. Oder Süd-Afrika mit den, man glaubte schon, man hätte sie überstanden, Vuvuzelas, die von den Jungs und Mädels in einer von D! nicht besser zu choreographierenden Tanzeinlage zum Klingen gebracht wurden. Oder Thailand mit seiner Fraktion an Ladyboys in prachtvollen Kostümen,
passender Schminke, viel Goldschmuck und viel nacktem Fleisch. Ob Frau,
ob Mann, ob irgendwas dazwischen, Hauptsache heute dabei. Oder die
Wasserballer aus Großbritannien, die es sich nicht nehmen ließen, sich
stellenweise delphinartig fortzubewegen.
Die Mannschaften von England
Großartige Werbung für den Sport. Alles in allem ein unglaublich schöner Einmarsch der Nationen, die sich zu Recht den Applaus des Publikums abholten, den sie verdient
hatten.
Der Auftakt war klasse, weiter ging es im Programm. Es sprach der Schirmherr der Veranstaltung, unser Außenminister Dr. Guido Westerwelle. Begrüßt mit einigen Pfiffen konnte er mit seiner englischen (!) Rede für mehr Toleranz und Anerkennung doch noch große Zustimmung ernten. Nach weiteren Grußworten, u. a. vom Kölner Oberbürgermeister, dem Hissen der Gay Games Flagge, einer Schweigeminute für die Opfer von Aids und Brustkrebs und ein wenig orchestraler/choraler Musik folgte die Vereidigung der Sportler durch Matthew Mitcham, Goldmedaillen-Gewinner im Turmspringen bei den letzten Olympischen Spielen in Peking. Dann enterten einige Fackelläufer das Stadion. Es wurde Zeit für das Entzünden des Gay Games Feuer, was ein Feuerspucker mit dem Mund erledigte. Oral kann so schön sein.
Eröffnung Indonesien & Co
Der nächste Programmpunkt ließ nicht auf sich warten. Vor der Bühne lag eine große Regenbogenflagge. Bunt gekleidete Menschen liefen herbei, rollten die Flagge Bahn für Bahn ein und enthüllten eine Weltkugel. Die einzelnen Kontinente stellten sich vor, begleitet von Percussion, einer Marchingband, wilden Tänzern und weiteren Feuerkünstlern. Dann kamen Cheerleader aufs Feld und heizten mit einer akrobatischen Tanzperformance die Stimmung weiter an. Puschelalarm & schwuler Charme. Es folgte der erste Top-Akt des Abends. Agnes präsentierte ihre Hits „On and on“ und „Release me“ in einem hautengen, gülden-glitzernden Outfit mit dicken, gleichfarbigen Klunkern an den Ohren. Dazu tight-fit im Schritt, doch sie bewegte sich großartig, umgarnt von ihren beiden extrem knackigen Tänzern. Drama, Baby! Es machte richtig Spaß, aber leider, leider näherten wir uns schon dem Ende. Top-Act Nummer 2, Taylor Dayne, betrat die Bühne und präsentierte ein Potpourri ihrer größten Hits, natürlich inklusive „Tell it to my heart“. Begleitet wurde sie von schnuckeligen Tänzern und Tänzerinnen, denen sie sich in die lackierten Finger warf, um sich lustvoll befummeln zu lassen. Eine Hetero goes gay! Was diese Spiele nicht alles möglich machen! Dann war es soweit: Taylor Dayne schritt unter Feuerwerk von der Bühne in die Mitte des Stadions und intonierte von Fackelkünstlern umsprungen und tausenden Kehlen begleitet die Hymne der Gay Games: „Facing a miracle“. Alleine geschrieben von 4 Leuten klingt das Stück in meinen Ohren ein wenig überproduziert, aber der Menge gefiel`s. Sie stand auf den Stühlen und sang und tanzte kräftig mit. Und ich hüpfte auch. Sinn erfüllt. Ein toller Eröffnungsabend im Stadion war vorbei. Aber es war noch lange nicht Schluss. Es folgten eine lange Partynacht und seit Sonntag die Spiele. Ich werde Euch davon berichten. Bis dann. Euer Ralf
PS: Für die Starcrazies unter euch: gesichtet wurden u.a. Bettina Böttinger, Hella von Sinnen, Volker Beck, Georg Ücker und DSDS-Karteikarten-Fee Marco Schreyl.