Neuste Bearbeitung am 2012-01-24 22:46:08 by DerRian
Ergänzungen:
Schwulst 92 · Winter 11/12
Kalte Tage - warme Gedanken
Liebe Schneehäschen und Eisbären,
liebe Leserinnen und Leser,
die Zeit der kalten winterlichen Tristesse ist vorüber, denn mit diesem Schwulst haben wir wieder viele heiße Artikel für euch zusammengestellt, die für Unterhaltung und Abwechslung sorgen werden. Viel ist passiert, Clubs haben geschlossen, neue Partys wurden gestartet, andere Partys mussten umziehen, Lokale feiern Jubiläen. Aber auch Gruppen stellen wir euch vor, geben Tipps für euren Urlaub und freuen uns mit den Gewinnern des Rosa Detlef über einen gelungenen Nachmittag.
2012 wird sicherlich ein spannendes Jahr, es wird einige CSDs im Ländle geben, los geht es schon im April in Lörrach, und dann folgen auch schon Karlsruhe, Ulm, Stuttgart und Mannheim. Und dass unsere Demonstrationen für Gleichberechtigung auch etwas bringen, hat das vergangene Jahr gezeigt. Wir werden endlich auch in Baden-Württemberg die Lebenspartnerschaft überall auf dem Standesamt schließen können, und im vielleicht könnte sogar bald die steuerliche Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe folgen, die Gerichte beschäftigen sich zumindest derzeit damit.
Ihr seht, es bleibt auch in diesem Jahr spannend, und wir freuen uns, euch auch 2012 durch das Jahr begleiten zu können.
Und nun viel Spaß beim Lesen!
Eure SCHWULST-Redaktion
Ausgabe 93 erscheint Ende April 2012.
Löschungen:
Schwulst 91 · Herbst 2011
Wenn im Herbst die Blätter fallen ...
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Herbstwanderer und in warme Decken Kuschler,
zwar hat schon längst der Herbst seine kaltfeuchte Hand nach uns ausgestreckt, doch dank dieser Ausgabe könnt ihr noch einmal den Sommer in euer Herz lassen. Wisst ihr noch, wie schön die CSDs im Sommer waren? Ja? Prima, wir halten eure Erinnerungen in diesem Heft wach. Mit zahlreichen Rückblicken und umfangreichen Bildergalerien.
Apropos wach: Unsere neue Landesregierung hat ja gleich mal ganz geisteswach für ein bisschen Gleichstellung gesorgt – in Baden Württemberg so wichtig wie nirgendwo sonst in Deutschland. Und auch das Hotel Silber scheint uns erhalten zu bleiben und an die Verbrechen auch gegen Schwule in der NS-Zeit und darüber hinaus zu erinnern. Alles durchaus tolle Entwicklungen, bleibt nur zu hoffen, dass in diesen Bereichen nun kein Winterschlaf einkehrt ...
Was haben wir sonst noch so für euch ins Heft gepackt? Artikel zu neuen Partyreihen, aber auch zu den Kultpartys die ihr schon seit Jahren liebt. Gleich ein paar Reiseartikel haben wir in das Heft gepackt, und natürlich auch Lolas Bunte Seiten, den aktuellsten Klatsch und Tratsch aus der Szene. Dazu gibt es wie immer interessante Kolumnen, rechtliche Tipps und vieles mehr ...
Und nun viel Spaß bei Zwiebelkuchen, neuem Wein, und natürlich den besten Informationen wünscht euch eure herbstzeitlose und winterschlafresistente
SCHWULST-Redaktion
Ausgabe 92 erscheint Mitte Dezember 2011.
Bearbeitet am 2011-10-21 01:47:49 by DerRian
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Schwulst 91 · Herbst 2011
Wenn im Herbst die Blätter fallen ...
Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Herbstwanderer und in warme Decken Kuschler,
zwar hat schon längst der Herbst seine kaltfeuchte Hand nach uns ausgestreckt, doch dank dieser Ausgabe könnt ihr noch einmal den Sommer in euer Herz lassen. Wisst ihr noch, wie schön die CSDs im Sommer waren? Ja? Prima, wir halten eure Erinnerungen in diesem Heft wach. Mit zahlreichen Rückblicken und umfangreichen Bildergalerien.
Apropos wach: Unsere neue Landesregierung hat ja gleich mal ganz geisteswach für ein bisschen Gleichstellung gesorgt – in Baden Württemberg so wichtig wie nirgendwo sonst in Deutschland. Und auch das Hotel Silber scheint uns erhalten zu bleiben und an die Verbrechen auch gegen Schwule in der NS-Zeit und darüber hinaus zu erinnern. Alles durchaus tolle Entwicklungen, bleibt nur zu hoffen, dass in diesen Bereichen nun kein Winterschlaf einkehrt ...
Was haben wir sonst noch so für euch ins Heft gepackt? Artikel zu neuen Partyreihen, aber auch zu den Kultpartys die ihr schon seit Jahren liebt. Gleich ein paar Reiseartikel haben wir in das Heft gepackt, und natürlich auch Lolas Bunte Seiten, den aktuellsten Klatsch und Tratsch aus der Szene. Dazu gibt es wie immer interessante Kolumnen, rechtliche Tipps und vieles mehr ...
Und nun viel Spaß bei Zwiebelkuchen, neuem Wein, und natürlich den besten Informationen wünscht euch eure herbstzeitlose und winterschlafresistente
SCHWULST-Redaktion
Ausgabe 92 erscheint Mitte Dezember 2011.
Löschungen:
Schwulst 90 · Sommer 2011
Sommer, Sonne, Abenteuer ...
Liebe Partyhäschen und Politschwestern,
liebe Kampflesben und Szenehuschen,
ja, die schönste Zeit des Jahres beginnt und wir zittern schon vor Vorfreude auf die kommenden CSDs im Ländle. Geht es euch genau so?
Wir mußten viele Jahre hinnehmen, dass Baden-Württemberg im bundesdeutschen Vergleich noch sehr rückständig ist was Homorechte angeht. Doch, oh Wunder, seit kurzem haben wir eine neue Regierung, die sich einiges vorgenommen hat, um unsere Rechte zu stärken. Wir freuen uns darüber, dass es endlich mehr Gleichberechtigung geben soll und wünschen der neuen Regierung bei der längst überfälligen Umsetzung viel Erfolg!
Dennoch gibt es noch viel für uns zu tun, darum gehen wir auch in diesem Jahr wieder auf vielen CSDs gemeinsam auf die Straßen um für unsere Rechte zu kämpfen. Seid dabei, geht auf die politischen Umzüge – sei es als Zuschauer oder gar als Teilnehmer. Wir haben viel erreicht – den Rest schaffen wir auch noch.
Wir wünschen euch eine wunderschöne CSD-Saison, und natürlich viel Spaß beim Schmökern in der aktuellen Ausgabe vom Schwulst. Wir haben wieder viel Intressantes für euch ins Heft gepackt – Und passt auf euch auf, denn ihr seid die besten Leser die wir jemals hatten ...
Eure euch inniglichst herzende
Schwulst-Redaktion
Ausgabe 91 erscheint Mitte September 2011.
Bearbeitet am 2011-07-12 08:52:20 by DerRian
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Schwulst 90 · Sommer 2011
Sommer, Sonne, Abenteuer ...
Liebe Partyhäschen und Politschwestern,
liebe Kampflesben und Szenehuschen,
ja, die schönste Zeit des Jahres beginnt und wir zittern schon vor Vorfreude auf die kommenden CSDs im Ländle. Geht es euch genau so?
Wir mußten viele Jahre hinnehmen, dass Baden-Württemberg im bundesdeutschen Vergleich noch sehr rückständig ist was Homorechte angeht. Doch, oh Wunder, seit kurzem haben wir eine neue Regierung, die sich einiges vorgenommen hat, um unsere Rechte zu stärken. Wir freuen uns darüber, dass es endlich mehr Gleichberechtigung geben soll und wünschen der neuen Regierung bei der längst überfälligen Umsetzung viel Erfolg!
Dennoch gibt es noch viel für uns zu tun, darum gehen wir auch in diesem Jahr wieder auf vielen CSDs gemeinsam auf die Straßen um für unsere Rechte zu kämpfen. Seid dabei, geht auf die politischen Umzüge – sei es als Zuschauer oder gar als Teilnehmer. Wir haben viel erreicht – den Rest schaffen wir auch noch.
Wir wünschen euch eine wunderschöne CSD-Saison, und natürlich viel Spaß beim Schmökern in der aktuellen Ausgabe vom Schwulst. Wir haben wieder viel Intressantes für euch ins Heft gepackt – Und passt auf euch auf, denn ihr seid die besten Leser die wir jemals hatten ...
Eure euch inniglichst herzende
Schwulst-Redaktion
Ausgabe 91 erscheint Mitte September 2011.
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Schwulst 89 · Frühjahr 2011
Bald wird alles wieder gut?!
Liebe Frühlingserwarter,
liebes Wahlvieh,
bald wird alles wieder gut. Sagen zumindest wir uns und hoffen, damit nicht Unrecht haben zu müssen. Aber was kann schon schief gehen? Alles wird gut. Ganz sicher. Es wird Frühling, es wird warm, es wird T-Shirt-Saison, es wird Badesaison, es wird CSD, es wird Party, es wird ... ja es wird einfach toll. Dass unsere gegenwärtige Landesregierung im Bezug auf Homopolitik aber auch nicht das geringste taugt, das blenden wir mal aus. Hey, bald ist schon Sommer, wen interessiert da schon Politik?!
Uns! Ja, uns interessiert das schon, wenn wir im homofeindlichsten Bundesland wohnen. Uns interessiert es schon, dass hier noch vieles nicht stimmt. Uns lässt es nicht kalt, dass sich die bisherige Landesregierung gegen uns Schwule und Lesben stellt. Und wir haben nicht vergessen, dass CDU und FDP in den letzten Jahren jeweils gegen uns gestimmt haben, wenn im Landtag über die Abschaffung verschiedener Diskriminierungen abgestimmt wurde – egal was sie sonst versprechen.
Aber wir haben Ende März eine realistische Chance, dieser Diskriminierung ein Ende zu setzen. Aber dafür muss jede und jeder von euch (ja, wir alle!) wählen gehen.
Wenn Du noch nicht weißt, wem Du Deine Stimme geben sollst, dann schau Dir unseren Wahlcheck an. Dort haben wir alle Kandidaten der größeren Parteien gebeten, Farbe zu bekennen ...
Wie schön wäre es, wenn Baden-Württemberg nicht mehr das traurige Schlusslicht in Deutschland wäre. Du hast es in der Hand – mach was d‘raus!
Mit hoffenden und bangenden Grüßen
Deine Schwulst-Redaktion
Ausgabe 90 erscheint Juli 2011.
Bearbeitet am 2011-03-11 00:29:10 by DerRian
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Schwulst 89 · Frühjahr 2011
Bald wird alles wieder gut?!
Liebe Frühlingserwarter,
liebes Wahlvieh,
bald wird alles wieder gut. Sagen zumindest wir uns und hoffen, damit nicht Unrecht haben zu müssen. Aber was kann schon schief gehen? Alles wird gut. Ganz sicher. Es wird Frühling, es wird warm, es wird T-Shirt-Saison, es wird Badesaison, es wird CSD, es wird Party, es wird ... ja es wird einfach toll. Dass unsere gegenwärtige Landesregierung im Bezug auf Homopolitik aber auch nicht das geringste taugt, das blenden wir mal aus. Hey, bald ist schon Sommer, wen interessiert da schon Politik?!
Uns! Ja, uns interessiert das schon, wenn wir im homofeindlichsten Bundesland wohnen. Uns interessiert es schon, dass hier noch vieles nicht stimmt. Uns lässt es nicht kalt, dass sich die bisherige Landesregierung gegen uns Schwule und Lesben stellt. Und wir haben nicht vergessen, dass CDU und FDP in den letzten Jahren jeweils gegen uns gestimmt haben, wenn im Landtag über die Abschaffung verschiedener Diskriminierungen abgestimmt wurde – egal was sie sonst versprechen.
Aber wir haben Ende März eine realistische Chance, dieser Diskriminierung ein Ende zu setzen. Aber dafür muss jede und jeder von euch (ja, wir alle!) wählen gehen.
Wenn Du noch nicht weißt, wem Du Deine Stimme geben sollst, dann schau Dir unseren Wahlcheck an. Dort haben wir alle Kandidaten der größeren Parteien gebeten, Farbe zu bekennen ...
Wie schön wäre es, wenn Baden-Württemberg nicht mehr das traurige Schlusslicht in Deutschland wäre. Du hast es in der Hand – mach was d‘raus!
Mit hoffenden und bangenden Grüßen
Deine Schwulst-Redaktion
Ausgabe 90 erscheint Juli 2011.
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Schwulst 88 · Winter 2010 / 2011
Warst Du auch schön brav?
Liebe Goldengelchen und Funkelsternchen,
es ist aus – aus und vorbei: Das Jahr 2010 ist so gut wie vorüber, da hilft alles Heulen nichts. Genießt die Weihnachtszeit und lasst es euch „zwischen den Jahren“ mal so richtig gutgehen. Keine Angst vor Weihnachten und keine Angst vor 2011.
Dass ihr immer zum Ende eines Jahres so emotional werdet. Gibt doch keinen Grund. Gut, ein paar nervige Aufgaben bringt der Jahreswechsel mit sich: Weihnachtsspeck abtrainieren, Steuererklärungen abgeben, Geburtsjahr in Gayromeo zwei Jahre zurückstellen ...
Aber davon abgesehen könnte uns das neue Jahr wirklich längst fällige Rechte bringen: Wir haben das große Glück, im März unsere Landesregierung neu wählen zu dürfen – und zumindest ein wenig Hoffnung besteht, dass sich danach für uns Lesben und Schwule ein paar Dinge bessern werden.
„Täuscht euch nicht, Schwule und Lesben sind sehr konservativ“, sagte man uns erst vor kurzem. Da mag zwar was Wahres dran sein – aber will man wirklich eine Politik, die sich ganz konkret gegen die eigene Lebenswirklichkeit stellt? Wer Erniedrigung braucht, kann dies auf zahlreichen SM-Partys im Ländle ausleben – wer jedoch findet, dass Schwule und Lesben nicht schlechter behandelt werden dürfen, als alle anderen, wer sich nicht länger ganz massiv diskriminieren lassen will, und möchte, dass Baden-Württemberg als letztes Bundesland endlich längst fällige europäische und bundesdeutsche Gesetze umsetzt, könnte bald eine einmalige Chance bekommen. Keine Angst vor Veränderungen ...
Wir alle wünschen Euch (und natürlich auch uns) ein sehr erfolgreiches und freudenvolles Jahr 2011. Mögen sich eure (und natürlich auch unsere) Träume erfüllen und das neue Jahr mit Lachen, Zufriedenheit, Gesundheit und guten Freunden erfüllt sein.
Dies wünscht euch die (gerade saisonbedingt) mit Spekulatius und Weihnachtstee auf eine glorreiche Zukunft hoffende SCHWULST-Redaktion.
Ausgabe 89 erscheint März 2011.
Bearbeitet am 2010-11-25 23:32:25 by DerRian
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Schwulst 88 · Winter 2010 / 2011
Warst Du auch schön brav?
Liebe Goldengelchen und Funkelsternchen,
es ist aus – aus und vorbei: Das Jahr 2010 ist so gut wie vorüber, da hilft alles Heulen nichts. Genießt die Weihnachtszeit und lasst es euch „zwischen den Jahren“ mal so richtig gutgehen. Keine Angst vor Weihnachten und keine Angst vor 2011.
Dass ihr immer zum Ende eines Jahres so emotional werdet. Gibt doch keinen Grund. Gut, ein paar nervige Aufgaben bringt der Jahreswechsel mit sich: Weihnachtsspeck abtrainieren, Steuererklärungen abgeben, Geburtsjahr in Gayromeo zwei Jahre zurückstellen ...
Aber davon abgesehen könnte uns das neue Jahr wirklich längst fällige Rechte bringen: Wir haben das große Glück, im März unsere Landesregierung neu wählen zu dürfen – und zumindest ein wenig Hoffnung besteht, dass sich danach für uns Lesben und Schwule ein paar Dinge bessern werden.
„Täuscht euch nicht, Schwule und Lesben sind sehr konservativ“, sagte man uns erst vor kurzem. Da mag zwar was Wahres dran sein – aber will man wirklich eine Politik, die sich ganz konkret gegen die eigene Lebenswirklichkeit stellt? Wer Erniedrigung braucht, kann dies auf zahlreichen SM-Partys im Ländle ausleben – wer jedoch findet, dass Schwule und Lesben nicht schlechter behandelt werden dürfen, als alle anderen, wer sich nicht länger ganz massiv diskriminieren lassen will, und möchte, dass Baden-Württemberg als letztes Bundesland endlich längst fällige europäische und bundesdeutsche Gesetze umsetzt, könnte bald eine einmalige Chance bekommen. Keine Angst vor Veränderungen ...
Wir alle wünschen Euch (und natürlich auch uns) ein sehr erfolgreiches und freudenvolles Jahr 2011. Mögen sich eure (und natürlich auch unsere) Träume erfüllen und das neue Jahr mit Lachen, Zufriedenheit, Gesundheit und guten Freunden erfüllt sein.
Dies wünscht euch die (gerade saisonbedingt) mit Spekulatius und Weihnachtstee auf eine glorreiche Zukunft hoffende SCHWULST-Redaktion.
Ausgabe 89 erscheint März 2011.
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Schwulst 87 · Herbst 2010
Mach' mir 'ne Szene
Liebe Leserinnen und Leser,
was ist die Szene, und wie sieht sie aus? Braucht man sie, oder braucht sie uns? Ist die Szene hilfreich oder ein lästiges Scheinkonstrukt? Gibt es einen Zusammenhalt in der Szene, oder ist es eher ein Inkubationsraum für Zickenkriege?
Ich las einmal in einem Reiseführer für New York, dass man im „Big Apple“ jedes Vorurteil bestätigt sehen wird. Ob man nun eine schillernde und pulsierende Metropole erwartet mit interessanten Menschen und mannigfaltigen Kulturangeboten, oder eine heruntergekommene, verruchte Anhäufung von Kriminellen und Betrügern – es also ganz allein darauf ankommt, mit welcher Einstellung man hingeht.
Und genau so ist es auch mit der Szene: Wer Ausgrenzung erwartet, wird sie sicherlich auch finden, keine Frage. Wahrscheinlich ist die schwule Szene (bei den Lesben weiß ich es nicht) eine der wenigen Minderheiten, die Diskriminierung erhält, und gleichzeitig ihre „Untergruppen“ nach allen Regeln der Kunst diskriminiert, egal ob es sich um Alte, Dicke, Tunten, usw. handelt.
Wenn ich aber mit der Erwartung hingehe, nette Menschen zu treffen, und auch selber bereit bin, mich einzubringen, findet man in „der Szene“ sicherlich etwas wie eine neue Familie. Bereits ganze Generationen von Schwulen und Lesben haben dies erlebt, und nicht umsonst wird z.B. Laura nachgesagt, eine „Schwulenmutti“ zu sein. Tausende werden von ihr schon Schützenhilfe beim Coming Out und bei ersten Schritten in der Szene erhalten haben – und viele Gruppen und Vereine in Stuttgart wären ohne ihre Unterstützung sicherlich nicht mehr da. Von ihrem unermüdlichen Einsatz für AIDS-Kranke ganz zu schweigen ... Und natürlich gibt es viele weitere Menschen in der Szene, die sich für andere einsetzen.
Es gibt also auch „die gute Seite der Macht“ in der Szene. Diese zu erkunden und zu erleben lohnt sich auf jeden Fall – und über Unterstützung freut man sich dort allerorten; gerade in Gruppen und Vereinen (so also auch bei uns), sind Menschen, die sich einbringen wollen, stets sehr gefragt.
Möge die (gute) Macht mit euch sein! Das wünscht euch die
SCHWULST-Redaktion
Ausgabe 88 erscheint Dezember 2010.
Bearbeitet am 2010-09-16 22:57:21 by DerRian
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Schwulst 87 · Herbst 2010
Mach' mir 'ne Szene
was ist die Szene, und wie sieht sie aus? Braucht man sie, oder braucht sie uns? Ist die Szene hilfreich oder ein lästiges Scheinkonstrukt? Gibt es einen Zusammenhalt in der Szene, oder ist es eher ein Inkubationsraum für Zickenkriege?
Ich las einmal in einem Reiseführer für New York, dass man im „Big Apple“ jedes Vorurteil bestätigt sehen wird. Ob man nun eine schillernde und pulsierende Metropole erwartet mit interessanten Menschen und mannigfaltigen Kulturangeboten, oder eine heruntergekommene, verruchte Anhäufung von Kriminellen und Betrügern – es also ganz allein darauf ankommt, mit welcher Einstellung man hingeht.
Und genau so ist es auch mit der Szene: Wer Ausgrenzung erwartet, wird sie sicherlich auch finden, keine Frage. Wahrscheinlich ist die schwule Szene (bei den Lesben weiß ich es nicht) eine der wenigen Minderheiten, die Diskriminierung erhält, und gleichzeitig ihre „Untergruppen“ nach allen Regeln der Kunst diskriminiert, egal ob es sich um Alte, Dicke, Tunten, usw. handelt.
Wenn ich aber mit der Erwartung hingehe, nette Menschen zu treffen, und auch selber bereit bin, mich einzubringen, findet man in „der Szene“ sicherlich etwas wie eine neue Familie. Bereits ganze Generationen von Schwulen und Lesben haben dies erlebt, und nicht umsonst wird z.B. Laura nachgesagt, eine „Schwulenmutti“ zu sein. Tausende werden von ihr schon Schützenhilfe beim Coming Out und bei ersten Schritten in der Szene erhalten haben – und viele Gruppen und Vereine in Stuttgart wären ohne ihre Unterstützung sicherlich nicht mehr da. Von ihrem unermüdlichen Einsatz für AIDS-Kranke ganz zu schweigen ... Und natürlich gibt es viele weitere Menschen in der Szene, die sich für andere einsetzen.
Es gibt also auch „die gute Seite der Macht“ in der Szene. Diese zu erkunden und zu erleben lohnt sich auf jeden Fall – und über Unterstützung freut man sich dort allerorten; gerade in Gruppen und Vereinen (so also auch bei uns), sind Menschen, die sich einbringen wollen, stets sehr gefragt.
Möge die (gute) Macht mit euch sein! Das wünscht euch die
Ausgabe 88 erscheint Dezember 2010.
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Schwulst 86 · Sommer 2010
Homorechte in Baden-Württemberg für den Arsch?
„erst schreien, wenn‘s weh tut“, hatten wir uns gesagt, als Ministerpräsident Mappus seine Amtsgeschäfte aufnahm und im sonstigen nicht-konservativen Blätterwald bereits wüste Kritik über ihn hereinbrach, noch ehe der gute Mann auch nur eine Entscheidung als Landesvater getroffen hatte. Aufgrund seiner bisherigen Taten konnte man zwar schon erahnen, was auf uns zukommen wird, doch musste man ihm eine Chance geben – immerhin hätte auch noch die Möglichkeit bestanden, dass er ein Landesoberhaupt für alle Einwohner Baden-Württembergs sein will, also auch gerechte Politik für die (geschätzte) 1.000.000 Schwule und Lesben in seinem Bundesland macht.
Punkte, an denen er sich dabei messen lassen muss, sind unter anderem, ob es endlich (wie in allen anderen Bundesländern auch) Gleichberechtigung im Bezug auf die Verpartnerung geben wird. Doch hier hat er und seine Regierung versagt – Baden-Württemberg bleibt weiterhin trauriges Schlusslicht in Deutschland. Man könnte schauen, ob er endlich mit dem Missstand aufräumt, dass es für verfolgte Schwule aus der Nazi-Zeit im ganzen Land keine Gedenkstätte gibt; ob er sich von den erzreaktionären Forderungen der „Eislinger Erklärung“ distanziert; oder ob von ihm ein Grußwort zum CSD zu erwarten ist. Aber auch hier jeweils Versagen auf ganzer Linie.
Auch wenn man die Liste noch lange fortsetzen könnte, wird schnell klar, dass in Baden-Württemberg im Bezug auf Homorechte noch Steinzeit herrscht, ja sogar eher ein Rechts-Ruck stattfindet. Darum: Jetzt dürft ihr schreien. Laut! Nächste Gelegenheit dazu zum Beispiel an den CSDs.
Viel Spaß und Erfolg(!!!) beim Demonstrieren, genießt den Sommer, steht für eure Rechte ein, und vor allem: gute Unterhaltung mit dem neuen Heft, das wünscht euch die stets wachsame
PS: Wir wurden von verschiedenen Seiten massiv kritisiert, dass wir häufig so schlecht über die Bundes- und Landesregierung schreiben würden, und dass dies nicht ok wäre. Darum versprechen wir hoch und heilig, sofort damit aufzuhören, sobald uns die Regierungen keinen Anlass mehr dazu geben. Versprochen!
Ausgabe 87 erscheint September 2010.
Bearbeitet am 2010-07-08 15:10:06 by DerRian
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Homorechte in Baden-Württemberg für den Arsch?
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Homorechte in Baden-Württemberg für den Arsch?
Bearbeitet am 2010-07-08 14:58:07 by DerRian
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Schwulst 86 · Sommer 2010
Homorechte in Baden-Württemberg für den Arsch?
Liebe Leserinnen und Leser,
„erst schreien, wenn‘s weh tut“, hatten wir uns gesagt, als Ministerpräsident Mappus seine Amtsgeschäfte aufnahm und im sonstigen nicht-konservativen Blätterwald bereits wüste Kritik über ihn hereinbrach, noch ehe der gute Mann auch nur eine Entscheidung als Landesvater getroffen hatte. Aufgrund seiner bisherigen Taten konnte man zwar schon erahnen, was auf uns zukommen wird, doch musste man ihm eine Chance geben – immerhin hätte auch noch die Möglichkeit bestanden, dass er ein Landesoberhaupt für alle Einwohner Baden-Württembergs sein will, also auch gerechte Politik für die (geschätzte) 1.000.000 Schwule und Lesben in seinem Bundesland macht.
Punkte, an denen er sich dabei messen lassen muss, sind unter anderem, ob es endlich (wie in allen anderen Bundesländern auch) Gleichberechtigung im Bezug auf die Verpartnerung geben wird. Doch hier hat er und seine Regierung versagt – Baden-Württemberg bleibt weiterhin trauriges Schlusslicht in Deutschland. Man könnte schauen, ob er endlich mit dem Missstand aufräumt, dass es für verfolgte Schwule aus der Nazi-Zeit im ganzen Land keine Gedenkstätte gibt; ob er sich von den erzreaktionären Forderungen der „Eislinger Erklärung“ distanziert; oder ob von ihm ein Grußwort zum CSD zu erwarten ist. Aber auch hier jeweils Versagen auf ganzer Linie.
Auch wenn man die Liste noch lange fortsetzen könnte, wird schnell klar, dass in Baden-Württemberg im Bezug auf Homorechte noch Steinzeit herrscht, ja sogar eher ein Rechts-Ruck stattfindet. Darum: Jetzt dürft ihr schreien. Laut! Nächste Gelegenheit dazu zum Beispiel an den CSDs.
Viel Spaß und Erfolg(!!!) beim Demonstrieren, genießt den Sommer, steht für eure Rechte ein, und vor allem: gute Unterhaltung mit dem neuen Heft, das wünscht euch die stets wachsame
SCHWULST-Redaktion
PS: Wir wurden von verschiedenen Seiten massiv kritisiert, dass wir häufig so schlecht über die Bundes- und Landesregierung schreiben würden, und dass dies nicht ok wäre. Darum versprechen wir hoch und heilig, sofort damit aufzuhören, sobald uns die Regierungen keinen Anlass mehr dazu geben. Versprochen!
Ausgabe 87 erscheint September 2010.
Löschungen:
Schwulst 85 · Frühjahr 2010
Liebe, Laster, Leidenschaft ...
Liebe Menschheit,
ja, wir gestehen es, diese Anrede ist geklaut geborgt von dem absolut zauberhaften Frl. Wommy Wonder ... aber passte gerade so gut hier her, dass wir dachten „Passt scho‘!“.
Frühling. Das neue Jahr ist schon gut eingeritten aber noch nicht ausgelutscht, ach, Frühling, du bist wunderbar. Die Triebe kommen raus – hey, nix Schweinkram, wir sprechen von Botanik. Ok, auch sonst ist der Frühling triebhaft, ihr habt Recht. Triebe sind bei Mann und Frau(!) immer auch mit Testosteron verbunden. Und irgendwie scheint in diesem Jahr deutlich mehr Testosteron in der Luft zu liegen, zumindest wenn man sich in der Szene so umguckt. Testosteron, das Hormon, das angriffslustig und aggressiv macht. Ja, ihr wisst schon, was ich meine: Die Zeit der Kuschel-Momente innerhalb der Szene sind leider irgendwie selten geworden. Seit diesem Jahr bläst ein rauer Wind ...
Erfahrungsgemäß ist es jedoch für alle besser, wenn man sein Testosteron nicht für Grabenkämpfe und „Friendly-Fire“ verschwendet, sondern es für Liebe, Laster und Leidenschaft einsetzt. Dann bläst auch nicht nur der Wind...
Wer sein Testosteron dennoch mit Aggressivität und Angriffslust abbauen möchte, findet gerade in unserem Bundesland noch genug Angriffspunkte in Politik und religiösen Vereinigungen – da muss man sich nicht gegenseitig bekämpfen.
Viel Spaß mit dieser Ausgabe, viel Spaß mit Lieben, Lastern und Leidenschaften, und vor allem einen grandiosen Frühling, das wünscht die euch gar lasterhaft leidenschaftlich liebende Schwulst-Redaktion
Ausgabe 86 erscheint Juli 2010.
Bearbeitet am 2010-03-16 12:22:18 by DerRian
Ergänzungen:
Schwulst 85 · Frühjahr 2010
Liebe, Laster, Leidenschaft ...
Liebe Menschheit,
ja, wir gestehen es, diese Anrede ist geklaut geborgt von dem absolut zauberhaften Frl. Wommy Wonder ... aber passte gerade so gut hier her, dass wir dachten „Passt scho‘!“.
Frühling. Das neue Jahr ist schon gut eingeritten aber noch nicht ausgelutscht, ach, Frühling, du bist wunderbar. Die Triebe kommen raus – hey, nix Schweinkram, wir sprechen von Botanik. Ok, auch sonst ist der Frühling triebhaft, ihr habt Recht. Triebe sind bei Mann und Frau(!) immer auch mit Testosteron verbunden. Und irgendwie scheint in diesem Jahr deutlich mehr Testosteron in der Luft zu liegen, zumindest wenn man sich in der Szene so umguckt. Testosteron, das Hormon, das angriffslustig und aggressiv macht. Ja, ihr wisst schon, was ich meine: Die Zeit der Kuschel-Momente innerhalb der Szene sind leider irgendwie selten geworden. Seit diesem Jahr bläst ein rauer Wind ...
Erfahrungsgemäß ist es jedoch für alle besser, wenn man sein Testosteron nicht für Grabenkämpfe und „Friendly-Fire“ verschwendet, sondern es für Liebe, Laster und Leidenschaft einsetzt. Dann bläst auch nicht nur der Wind...
Wer sein Testosteron dennoch mit Aggressivität und Angriffslust abbauen möchte, findet gerade in unserem Bundesland noch genug Angriffspunkte in Politik und religiösen Vereinigungen – da muss man sich nicht gegenseitig bekämpfen.
Viel Spaß mit dieser Ausgabe, viel Spaß mit Lieben, Lastern und Leidenschaften, und vor allem einen grandiosen Frühling, das wünscht die euch gar lasterhaft leidenschaftlich liebende Schwulst-Redaktion
Ausgabe 86 erscheint Juli 2010.
Löschungen:
Schwulst 84 · Winter 2009/2010
Einsam, zweisam, ...
Liebe Weihnachtsengel und Jahresendzeitfeirer,
ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende entgegen; ein Jahr, das neben 40 Jahren Aufstand im Stonewall Inn vor allem auch durch Krise, Kündigungen, Kurzarbeit sowie auch Kürzungen und Schließungen in der Szene auffiel. Auch Schwulst durchlebte eine weitere Episode der "Schicksalsjahre einer Kaiserin". Aber man will nicht ja nicht klagen ... bzw. man will, aber hören wollen tun tuts keiner mehr. Und "tun" sagen sollen tut man auch nicht. Ach, oh weh und au ...
Doch - auch wenn es nach frisch gedroschenen Phrasen klingt - ist es wichtig, positiv in die Zukunft zu blicken und sich auch durch kleine Rückschläge nicht die Suppe versalzen zu lassen.
Es wird ein spannendes Jahr werden, das vor der Türe stehende 2010. Ein neuer Ministerpräsident lenkt die Geschicke unseres Bundeslandes, das leider alleiniges Schlußlicht bei den Homorechten ist, und Besserungen sind nicht in Sicht. Doch lassen wir uns das weiterhin gefallen? Wir entscheiden doch auch nicht, ob und wie die Heteros heiraten dürfen. Es wird sicherlich wieder wichtiger werden, sich für die Rechte von Homosexuellen zu engagieren.
Mit Funkelsternchengrüßen wünschen wir allen Lesern ein erfolgreiches und angenehmes Jahr 2010. Möge es euch und uns allen nur Gutes bringen und uns wohlgesonnen sein
Eure Schwulst-Redaktion
Ausgabe 85 erscheint Ende März 2010.
Bearbeitet am 2009-12-01 10:13:26 by DerRian
Ergänzungen:
Schwulst 84 · Winter 2009/2010
Einsam, zweisam, ...
Liebe Weihnachtsengel und Jahresendzeitfeirer,
ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende entgegen; ein Jahr, das neben 40 Jahren Aufstand im Stonewall Inn vor allem auch durch Krise, Kündigungen, Kurzarbeit sowie auch Kürzungen und Schließungen in der Szene auffiel. Auch Schwulst durchlebte eine weitere Episode der "Schicksalsjahre einer Kaiserin". Aber man will nicht ja nicht klagen ... bzw. man will, aber hören wollen tun tuts keiner mehr. Und "tun" sagen sollen tut man auch nicht. Ach, oh weh und au ...
Doch - auch wenn es nach frisch gedroschenen Phrasen klingt - ist es wichtig, positiv in die Zukunft zu blicken und sich auch durch kleine Rückschläge nicht die Suppe versalzen zu lassen.
Es wird ein spannendes Jahr werden, das vor der Türe stehende 2010. Ein neuer Ministerpräsident lenkt die Geschicke unseres Bundeslandes, das leider alleiniges Schlußlicht bei den Homorechten ist, und Besserungen sind nicht in Sicht. Doch lassen wir uns das weiterhin gefallen? Wir entscheiden doch auch nicht, ob und wie die Heteros heiraten dürfen. Es wird sicherlich wieder wichtiger werden, sich für die Rechte von Homosexuellen zu engagieren.
Mit Funkelsternchengrüßen wünschen wir allen Lesern ein erfolgreiches und angenehmes Jahr 2010. Möge es euch und uns allen nur Gutes bringen und uns wohlgesonnen sein
Ausgabe 85 erscheint Ende März 2010.
Löschungen:
Schwulst 83 · Herbst 2009
Wir können gar nichts. Außer Diskriminierung.
Ihre CDU und FDP im Landtag
Liebe Küssenden, liebe Leserschaft,
liebe Diskriminierten, liebes Wahlvieh,
Baden-Württemberg ist neben Thüringen trauriges Schlußlicht was Gleichberechtigung der Lebenspartnerschaft angeht. Im Frühsommer hätte unser Landtag die Möglichkeit gehabt, dieser unerträglichen und nicht hinnehmbaren Diskriminierung ein Ende zu bereiten und die ansonsten bundesweit geltenden Rechte einzuführen. Doch mit den Stimmen der CDU und der Fähnlein-nach-dem-Wind-Partei FDP wurde eine Änderung abgeblockt. Von der CDU überrascht dies nicht, denn auch das Wahlprogramm beinhaltet, dass es keine weiteren Rechte für die Lebenspartnerschaft mehr geben soll. Doch die Entscheidung der FDP überraschte doch gewaltig. Waren die Damen und Herren Liberale geistig nicht anwesend bei der Abstimmung? Kannten sie ihre Wahlversprechen nicht mehr? Waren sie in Gedanken schon auf ihrem CSD-Truck mit der Aufschrift "FDP - Aktiv für Schwule und Lesben"? Hä? Was? Was??? Die haben tatsächlich "Aktiv für Schwule und Lesben" auf dem CSD-Truck stehen??? Naja, zumindest Mut haben sie ...
Davon abgesehen gab es einige sehr geile CSDs im Schwulst-Ländle, wir haben für euch nochmal ein paar schöne Eindrücke und Gedanken dazu eingefasst. Dazu gibt es wie immer viele Infos, Berichte, Ankündigungen usw. Eine wichtige Anmerkung noch (auch wenn es keine Sau beachtet): Ein wenig personelle Unterstützung würde uns nicht schaden! Geh in Dich und mach mit, denn Du bist Schwulst!
Viel Spaß beim Lesen, Schmökern, Bildergucken, Lästern, Ratschen und Tratschen
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Kolumnen
Sandra Wöhe: Siebenundsiebzigeinhalb
Danielle and the City: Befriedigungsanspruch
Frl. Wommy Wonder's In & Out
Medien
Gute Unterhaltung mit Thomas Ott
Timm - Ein Resümee
Alles was Recht ist
Opfer des §175 entschädigen
Mietrecht auch für Schwule und Lesben
Evergreens
Lola's Bunte Seiten
Dies und Das
Homoführer
Ansichtssache
Das Regengebet der Piusbrüder
Ausgabe 84 erscheint Ende November 2009.
Bearbeitet am 2009-09-16 17:08:55 by DerRian
Ergänzungen:
Inhalt - Was drin steckt
Intern
Aus der Redaktion
CSDs
CSD Konstanz
CSD Rostock
CSD Stuttgart
Erwin Staudt macht Mut
CSD Stuttgart - EIn Rückblick
Best-of CSD-Gala im November
Schwerpunkt: Mannheim
CSD
Toleranz im Quadrat
Gespräch mit OB Dr. Kurz
Fahr' mal hin!
Boat of Love
Aus der Szene
Comestry
Handtäschchen für Mannheims Szene
Kultur & Glamour
Madame Gordin Rouge
In Concert: Rosa Note & Musica Lesbiana
Man(n) braucht seine Eier
Viva la Diva - 25 Jahre Frl. Wommy Wonder
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Dekorative Kosmetik
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Danielle and the City: Befriedigungsanspruch
Frl. Wommy Wonder's In & Out
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Gute Unterhaltung mit Thomas Ott
Timm - Ein Resümee
Alles was Recht ist
Opfer des §175 entschädigen
Mietrecht auch für Schwule und Lesben
Evergreens
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Dies und Das
Homoführer
Ansichtssache
Das Regengebet der Piusbrüder
Bearbeitet am 2009-09-16 17:00:52 by DerRian
Ergänzungen:
Schwulst 83 · Herbst 2009
Wir können gar nichts. Außer Diskriminierung.
Ihre CDU und FDP im Landtag
Liebe Küssenden, liebe Leserschaft,
liebe Diskriminierten, liebes Wahlvieh,
Baden-Württemberg ist neben Thüringen trauriges Schlußlicht was Gleichberechtigung der Lebenspartnerschaft angeht. Im Frühsommer hätte unser Landtag die Möglichkeit gehabt, dieser unerträglichen und nicht hinnehmbaren Diskriminierung ein Ende zu bereiten und die ansonsten bundesweit geltenden Rechte einzuführen. Doch mit den Stimmen der CDU und der Fähnlein-nach-dem-Wind-Partei FDP wurde eine Änderung abgeblockt. Von der CDU überrascht dies nicht, denn auch das Wahlprogramm beinhaltet, dass es keine weiteren Rechte für die Lebenspartnerschaft mehr geben soll. Doch die Entscheidung der FDP überraschte doch gewaltig. Waren die Damen und Herren Liberale geistig nicht anwesend bei der Abstimmung? Kannten sie ihre Wahlversprechen nicht mehr? Waren sie in Gedanken schon auf ihrem CSD-Truck mit der Aufschrift "FDP - Aktiv für Schwule und Lesben"? Hä? Was? Was??? Die haben tatsächlich "Aktiv für Schwule und Lesben" auf dem CSD-Truck stehen??? Naja, zumindest Mut haben sie ...
Davon abgesehen gab es einige sehr geile CSDs im Schwulst-Ländle, wir haben für euch nochmal ein paar schöne Eindrücke und Gedanken dazu eingefasst. Dazu gibt es wie immer viele Infos, Berichte, Ankündigungen usw. Eine wichtige Anmerkung noch (auch wenn es keine Sau beachtet): Ein wenig personelle Unterstützung würde uns nicht schaden! Geh in Dich und mach mit, denn Du bist Schwulst!
Viel Spaß beim Lesen, Schmökern, Bildergucken, Lästern, Ratschen und Tratschen
Eure Schwulst-Redaktion
Ausgabe 84 erscheint Ende November 2009.
Löschungen:
Schwulst 81 · Frühling 2009
Mut zu Ehrenamt
Liebe Leserinnen und Leser,
lieber Machmut (Merhaba Machmut Bey),
vor 40 Jahren begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Schwulen und Lesben. Weil sie die Diskriminierung nicht mehr länger hingenommen haben. Weil sie sich gegen Schikanen gewehrt haben. Und weil sie ihren Mut zusammen genommen haben und Veränderungen forderten, auch wenn die damals noch utopisch erschienen. Viel wurde erreicht. Sie haben uns erst ermöglicht, so offen schwul oder lesbisch zu sein, denn damals galt Homosexualität noch als Krankheit und war strafbar.
Doch wer hat denn in Deutschland in den letzten 20 Jahren für irgendwelche Rechte gekämpft? Wo ist der Kampfgeist hin? Wieso schreit die Menge nicht mehr auf, wenn unsere Landesregierung auch noch im Juni 2009 offen diskriminiert. Wieso lassen wir uns von Parteien verraten und verkaufen, die dann aber auf dem CSD um unsere Gunst buhlen? Wieso gibt es keine Proteste, wenn die Bundesregierung stetig unsere Grundrechte beschneidet? Wieso läßt es die Masse kalt, dass Gewalt gegen Schwule und Lesben wieder zunimmt? Sind wir zu bequem geworden? Sonnen wir uns lieber auf dem Sonnendeck? Reichen uns Teilerfolge? Sind wir zu gleichgültig geworden? Nehmen wir nicht mehr wahr, dass wir in vielen Bereichen noch immer benachteiligt werden?
Viel kann man erreichen, wenn man nur will, an sich glaubt und etwas Mut hat – das können wir aus den letzten 40 Jahren der Homobewegung lernen. Diesen Mut wünschen wir uns allen. Mut, gegen Diskriminierung anzugehen. Mut, offen und vor allen zu seiner Liebe zu stehen. Mut, für seine Rechte zu kämpfen.
... und außerdem viel Spaß mit dieser Ausgabe und auf den CSDs im Ländle (wo ihr mutig für unsere Sache kämpfen könnt) wünscht euch eure allzeit unerschrockene und wagemutige
SCHWULST-Redaktion
Ausgabe 83 erscheint Mitte September 2009.
Bearbeitet am 2009-07-10 12:50:21 by DerRian
Ergänzungen:
Mut zu Ehrenamt
Liebe Leserinnen und Leser,
lieber Machmut (Merhaba Machmut Bey),
vor 40 Jahren begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Schwulen und Lesben. Weil sie die Diskriminierung nicht mehr länger hingenommen haben. Weil sie sich gegen Schikanen gewehrt haben. Und weil sie ihren Mut zusammen genommen haben und Veränderungen forderten, auch wenn die damals noch utopisch erschienen. Viel wurde erreicht. Sie haben uns erst ermöglicht, so offen schwul oder lesbisch zu sein, denn damals galt Homosexualität noch als Krankheit und war strafbar.
Doch wer hat denn in Deutschland in den letzten 20 Jahren für irgendwelche Rechte gekämpft? Wo ist der Kampfgeist hin? Wieso schreit die Menge nicht mehr auf, wenn unsere Landesregierung auch noch im Juni 2009 offen diskriminiert. Wieso lassen wir uns von Parteien verraten und verkaufen, die dann aber auf dem CSD um unsere Gunst buhlen? Wieso gibt es keine Proteste, wenn die Bundesregierung stetig unsere Grundrechte beschneidet? Wieso läßt es die Masse kalt, dass Gewalt gegen Schwule und Lesben wieder zunimmt? Sind wir zu bequem geworden? Sonnen wir uns lieber auf dem Sonnendeck? Reichen uns Teilerfolge? Sind wir zu gleichgültig geworden? Nehmen wir nicht mehr wahr, dass wir in vielen Bereichen noch immer benachteiligt werden?
Viel kann man erreichen, wenn man nur will, an sich glaubt und etwas Mut hat – das können wir aus den letzten 40 Jahren der Homobewegung lernen. Diesen Mut wünschen wir uns allen. Mut, gegen Diskriminierung anzugehen. Mut, offen und vor allen zu seiner Liebe zu stehen. Mut, für seine Rechte zu kämpfen.
... und außerdem viel Spaß mit dieser Ausgabe und auf den CSDs im Ländle (wo ihr mutig für unsere Sache kämpfen könnt) wünscht euch eure allzeit unerschrockene und wagemutige
SCHWULST-Redaktion
Ausgabe 83 erscheint Mitte September 2009.
Löschungen:
Frühjahrsputz - weg mit altem Dreck
Liebe Frühjahrsputzer und Entrümplerinnen,
das Erwachen der Natur im Frühjahr verleitet seit jeher Menschen dazu, in Haus, Hof und Gemüt einmal kräftig durchzufegen, alten Ballast loszuwerden und neue Wege einzugehen. In diesem Jahr – einem Superwahljahr – werden wir gleich mehrmals die Gelegenheit haben, Weichen neu zu stellen. Diese Gelegenheit sollten wir nicht ungenutzt an uns vorbeiziehen lassen.
Ebensowenig sollten wir die im Sommer anstehenden CSDs passiv an uns vorbeiziehen lassen. Im Juni jährt sich zum 40 mal der Aufstand in der Christopher Street, der für uns Schwule und Lesben den Beginn der Toleranz, der Akzeptanz und der Gleichberechtigung brachte. Wäre damals – wie leider heute so oft – das Interesse nur auf Party und Feiern gerichtet gewesen, wäre Homosexualität womöglich heute noch verboten...
Der Frühling ist aber auch die Jahreszeit der Liebe, sowie auch des Neuanfangs. In diesem Sinne wünschen wir euch ein Frühjahr mit viel Liebe, Freude, Freunden und Spass am aktuellen Schwulst. Und falls ihr einmal wo neu anfangen wollt ... unsere Redaktion freut sich immer über Verstärkung.
Mit reinigenden Grüßen
Eure Putztruppe der SCHWULST-Redaktion
Ausgabe 82 erscheint Mitte Juli 2009.
Die älteste bekannte Bearbeitung ist vom 2009-03-12 21:04:11 von DerRian []
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Schwulst 81 · Frühling 2009
Frühjahrsputz - weg mit altem Dreck
Liebe Frühjahrsputzer und Entrümplerinnen,
das Erwachen der Natur im Frühjahr verleitet seit jeher Menschen dazu, in Haus, Hof und Gemüt einmal kräftig durchzufegen, alten Ballast loszuwerden und neue Wege einzugehen. In diesem Jahr – einem Superwahljahr – werden wir gleich mehrmals die Gelegenheit haben, Weichen neu zu stellen. Diese Gelegenheit sollten wir nicht ungenutzt an uns vorbeiziehen lassen.
Ebensowenig sollten wir die im Sommer anstehenden CSDs passiv an uns vorbeiziehen lassen. Im Juni jährt sich zum 40 mal der Aufstand in der Christopher Street, der für uns Schwule und Lesben den Beginn der Toleranz, der Akzeptanz und der Gleichberechtigung brachte. Wäre damals – wie leider heute so oft – das Interesse nur auf Party und Feiern gerichtet gewesen, wäre Homosexualität womöglich heute noch verboten...
Der Frühling ist aber auch die Jahreszeit der Liebe, sowie auch des Neuanfangs. In diesem Sinne wünschen wir euch ein Frühjahr mit viel Liebe, Freude, Freunden und Spass am aktuellen Schwulst. Und falls ihr einmal wo neu anfangen wollt ... unsere Redaktion freut sich immer über Verstärkung.
Mit reinigenden Grüßen
Eure Putztruppe der SCHWULST-Redaktion
Nächstes Heft
Ausgabe 82 erscheint Mitte Juli 2009.
KategorieMagazin