Kampf für Sichtbarkeit. Europäische Intersex-Bewegung in Wien

Quickie vom 14. April 2017, eingestellt von StevenStgt
gayrechte  |   Aktuelle Studien zeigen, dass trotz erhöhter medialer Aufmerksamkeit die Zwangsoperationen an intergeschlechtlichen Menschen nicht abnehmen. Anstatt Intergeschlechtlichkeit als natürliche Variation des Geschlechts anzuerkennen, werden Menschen mit gesunden Körpern weiterhin pathologisiert. Heute noch finden sich in der „International Classification of Diseases“ (ICD-10), dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisationen, über 50 Diagnosen, die Intergeschlechtlichkeit als krank abwerten.

„Intergeschlechtliche Menschen waren viel zu lange unsichtbar – das verändern wir", so Tobias Humer von VIMÖ. Im April findet in Wien das weltweit erste Community Event von Mitgliedern des Europäischen Intersex-Dachverbands OII Europe statt. Den Höhepunkt bildet eine öffentliche Konferenz im Wiener Rathaus, zu der Vortragende aus ganz Europa und den USA anreisen. Ziel der Tagung ist die Sichtbarmachung von Intergeschlechtlichkeit.
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